Großteil der Umsätze wird im dritten und vierten Quartal anfallen
Flaute im Filmverleih stürzt Constantin ins Minus

Die Constantin Film AG hat im ersten Halbjahr 2001 vorläufigen Unternehmenszahlen zufolge einen Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 1,7 Mill. ? ausgewiesen. Zahlreiche Filme im zweiten Halbjahr sollen die Wende bringen.

dpa-afx/rtr/ /HB MÜNCHEN. Im ersten Halbjahr 2000 hatte die Constantin Film noch einen Ebit-Gewinn von 5,3 Mill. ? erzielt, wie das am Neuen Markt notierte Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte. Das Bruttoergebnis sei im Berichtszeitraum von 10,9 Mill. ? auf 3,9 Mill. ? gesunken. Der Umsatz sei auf 44,1 Mill. ? abgefallen, nach 64,0 Mill. ? ein Jahr zuvor.

Der Umsatz- und Ergebnisrückgang sei durch den schwachen Start ins Verleihgeschäft bedingt, hieß es. Im ersten Halbjahr 2000 hatte das Unternehmen zehn Verleihtitel gestartet. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres seien es nur sechs gewesen. Geplant seien für das Jahr 2001 insgesamt 25 Titel. Das Untenehmen erwarte den Großteil des Jahresumsatzes im zweiten Halbjahr. Im vergangenen Jahr hatte Constantin den Angaben zufolge lediglich 17 Filme in die Kinos gebracht.

"Das negative Ebit des ersten Halbjahres ist auch für uns nicht zufriedenstellend", sagte Vorstandssprecher Daniel Wiest am Donnerstag auf der Hauptversammlung des Medienunternehmens in München. Der Ergebnisverlauf spiegele aber den zyklischen Verlauf des Verleihgeschäfts wieder.

Enemy at the Gates interessierte nur wenige Zuschauer

Im Vorjahr hatte das Unternehmen bereits im ersten Halbjahr mit den Blockbustern "American Pie" (6 Millionen Zuschauer) und "The Sixth Sense" (4 Millionen Zuschauer) großen Erfolg gehabt. Mit der Resonanz für die im ersten Halbjahr angelaufenen Eigenproduktionen "Mädchen Mädchen" und "Emil und die Detektive" sei Constantin zufrieden, sagte Wiest. Dagegen hätten die internationalen Filme "Duell - Enemy at the Gates" und "Eine Nacht bei McCool's" die Erwartungen nicht erfüllt.

Im zweiten Halbjahr setze Constantin vor allem auf die Filme "Der Schuh des Manitu", "Erkan & Stefan II", "Faust und Mephisto" und "Bandits" mit Bruce Willis. "Der Erfolg dieser Schlüsselfilme bestimmt maßgeblich, ob das Gesamtjahresziel erfüllt, übertroffen, oder unterschritten wird", sagte Wiest. Im kommenden Jahr will Constantin mit der Verfilmung des Videospiels "Resident Evil" an die Begeisterung für "Tomb Raider" anknüpfen. Die Nordamerika-Rechte an der internationalen Eigenproduktion würden von Sony/Columbia wahr genommen, teilte Constantin mit.

Die Beteiligung an der Innovum Smart Products GmbH ist den Angaben nach auf 51 % erhöht worden. Dafür seien 98 600 Aktien der Constantin Film AG ausgegeben worden. Die Gesamtzahl der Aktien der Constantin Film erhöhe sich damit von 12 644 000 auf 12 742 600 Anteilsscheine. Nun befänden sich 37,6 % der Aktien im freien Handel, 25,0 % halte der Aktionär Bernd Eichinger, 21,9 % die Kirch Beteiligungs GmbH & Co KG und 16,3 % die EM-TV Merchandising AG.

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