Großzügige Schadensregulierung

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Großzügige Schadensregulierung

Ihre Top-Kunden lassen die Versicherer nicht im Regen stehen. Schadensbeispiele zeigen, wie viel mehr in Luxuspolicen steckt als in gewöhnlichen Hausratpolicen.

Kunst und Hausangestellte:
Großer Empfang in der Villa eines Kunden. Einer der Gäste rempelt unglücklich die Haushälterin an. Sie stolpert, fällt, und zwar in ein Gemälde einer zeitgenössischen Künstlerin. Fachleute schätzen den Wert des Bildes auf mehr als eine Million US-Dollar. Hiscox hat die Begutachtung organisiert und in Zusammenarbeit mit dem Kunden für den Transport in die USA gesorgt, wo der Schaden von der über 80-jährigen Künstlerin selbst beseitigt werden konnte. Das hätte die private Haftpflichtversicherung des ungeschickten Gastes nicht bewerkstelligt; geschweige denn eine normale Hausratversicherung.

Systematischer Vandalismus:
Ein Kunde hatte offensichtlich Neider. Während der Feiertage dringen Unbekannte in sein Haus ein und verwüsten die Wohnung. Systematisch haben die Einbrecher gut 15 000 Bücher zerstört. Der Schaden beläuft sich auf rund eine Viertelmillion Euro. Finanziell konnte Hiscox den Schaden begleichen, doch der immaterielle Schaden bleibt.

Zufallsschaden:
Ein zeitgenössisches Bild fällt ohne erkennbaren Grund von der Wand. Doch er ist nicht ohne: Unter dem Bild stand ein Stuhl mit scharfen Ecken, an denen das Gemälde beim Sturz "entlangratschte". Die Folge: ein Riss und mehrere Kratzer. Später zeigt sich, dass die Halterung am Rahmen nicht fest genug montiert war. Die Restaurierungskosten wurden dennoch von der Allianz übernommen. Dem Rahmenbauer war kein Verschulden nachzuweisen. Aber selbst wenn doch, hätte die Versicherung den Schaden erst einmal übernommen und wäre eventuell danach in Regress gegangen.

Fahndungserfolg:
Dieser Fall hat sich in den USA zugetragen. Vor ca. zehn Jahren war dort ein Picasso gestohlen worden, der über die Allianz-Tochter Fireman's Fund versichert war. Die Unterlagen - Fotos, Maße, Beschreibung - wurden an das Art Loss Register in London weitergegeben, die umfangreichste Datenbank für Kunstgegenstände weltweit. Darüber konnte das wertvolle Bild etwa vier Jahre später aufgespürt werden. Ende gut, alles gut: Der Kunde bekam sein Bild zurück, Fireman's Fund das dafür ausgezahlte Geld.

Wertminderung:
Die Leihgabe eines Privatsammlers wird auf einer Großausstellung von einer Besucherin beschädigt. Es wird vermutet, dass sie mit ihrer Handtasche das Bild von Rupprecht Geiger gekratzt habe. Es ist zwar nur an der Oberfläche beschädigt, doch das leuchtende, monochrome Bild verliert daraufhin an Wert. Die Gothaer hat nicht nur die Kosten für die Restaurierung bezahlen müssen, sondern auch die 30 %ige Wertminderung dem Kunden erstattet.

Transportschaden:
Der Kunde will seine Porzellansammlung versteigern. Im Auktionshaus angekommen, sind einige Stücke beschädigt. Die Gothaer hat den Schaden bezahlt, obwohl Transport und Verpackung ordnungsgemäß durchgeführt wurden. Der Kunde hat das für die Auktion vorgesehene Limit bekommen - nur nicht den entgangenen Gewinn.

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