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Grube übernimmt China-Geschäft im Daimler-Chrysler-Vorstand

Der Autokonzern Daimler-Chrysler reagiert auf die wachsende Bedeutung des chinesischen Marktes mit einer personellen Weichenstellung. Daimler-Chrysler-Vorstandsmitglied Rüdiger Grube übernimmt die Verantwortung für alle China-Aktivitäten des Stuttgarter Autokonzerns.

dpa-afx STUTTGART. Der Autokonzern Daimler-Chrysler reagiert auf die wachsende Bedeutung des chinesischen Marktes mit einer personellen Weichenstellung. Daimler-Chrysler-Vorstandsmitglied Rüdiger Grube übernimmt die Verantwortung für alle China-Aktivitäten des Stuttgarter Autokonzerns.

Nach einer Aufsichtsratssitzung in Detroit sagte Konzernchef Jürgen Schrempp: "Die Ernennung eines für China verantwortlichen Vorstandsmitglieds trägt dem Wachstumspotenzial des chinesischen Marktes Rechnung." Diese für den Konzern neuen Organisationsstruktur unterstreiche die zunehmende wirtschaftliche Bedeutung des chinesischen Marktes und untermauere die Strategie, künftig noch stärker am Wachstumspotenzial im PKW- und Nutzfahrzeuggeschäft dieser Region zu partizipieren.

Auch Autofinanzierung Geplant

Grube soll sein neues Amt zusätzlich zu seiner bisherigen Funktion als Vorstand für die Konzernentwicklung ausüben. Der 1951 geborene Grube ist seit dem 20. September 2002 im Konzernvorstand für die Konzernstrategie, Allianzen, Fusionen, Übernahmen und Beteiligungen zuständig und gilt als enger Vertrauter von Schrempp. Roman Fischer, Vorstandschef und Präsident von Daimler-Chrysler China Ltd., werde in der neuen Organisationsstruktur seine Position weiter wahrnehmen und direkt an Grube berichten.

Höherer China-Absatz

Daimler-Chrysler steigerte in China im ersten Halbjahr 2004 den Autoabsatz um 173 Prozent auf über 22 000 PKW. Im gesamten Jahr soll der Absatz auf 59 000 Autos wachsen. Mercedes-Benz setzte im Halbjahr 5 500 PKW ab, vor allem S-Klasse-Modelle. Mittelfristig soll der Absatz von Mercedes-Benz auf 50 000 Autos steigen. Geplant ist ab Ende 2005 die Fertigung von jährlich bis zu 25 000 E- und C-Klasse- Modellen in China. Das Joint Venture Beijing Jeep Corporation (BJC), das bereits 1983 die erste Produktlizenz für einen ausländischen Hersteller erhielt, erwartet für 2004 eine Absatzverdopplung auf 40 000 Geländewagen.

Daimler-Chrysler Services bereite zur Zeit den Eintritt in die Autofinanzierung vor, hieß es weiter. Ab 2006 will der Konzern außerdem mit einem chinesischen Partner jährlich bis zu 40 000 Transporter produzieren.

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