Gründung weiterer Landesverbände der "Schill-Partei"
Schill erwägt Antritt seiner Partei bei Bundestagswahl

Nach dem Erfolg bei der Hamburger Bürgerschaftswahl könnte die Partei des Richters Roland Schill voraussichtlich auch bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr antreten. Dies sei sehr gut möglich, sagte Parteigründer Schill. Für sich selbst schloss er eine Kandidatur für den Bundestag aber aus.

rtr BERLIN. Möglicherweise werde seine Partei Rechtsstaatliche Offensive im nächsten Jahr auch an der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt teilnehmen. Schills Partei hatte in Hamburg hauptsächlich mit dem Versprechen einer Stärkung der inneren Sicherheit Wahlkampf gemacht und bei der Wahl vor einer Woche 19,4 % der Stimmen bekommen.

Eine endgültige Entscheidung über eine Beteiligung an der Bundestagswahl falle spätestens sechs Monate vor der Wahl, sagte Schill der "Bild am Sonntag". Sollten aber Zweifel daran bestehen, dass seine Partei mindestens zehn Prozent der Wählerstimmen bekommen könne, werde sie nicht antreten. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Dimap für die "Welt am Sonntag" können sich derzeit 19 % der Befragten vorstellen, Schills Partei bei der Bundestagswahl 2002 zu wählen.

Die Schill-Partei will zusammen mit der CDU und der FDP den rot-grünen Hamburger Senat ablösen. Gespräche dazu sollen am Montag fortgesetzt werden. In der FDP sind bereits kritische Stimmen gegen ein Zusammengehen mit Schill laut geworden.

FDP-Politiker warnen vor Koalition mit Schill-Partei

Schill kündigte in der "Bild am Sonntag" die Gründung weiterer Landesverbände seiner Partei an. Zu Landtagswahlen in Bayern oder Baden-Württemberg würde sie aber niemals antreten, denn dort seien die Verhältnisse in Ordnung. In der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte Schill: "Wenn sich genügend kompetente und verlässliche Menschen finden, die etwa in Sachsen-Anhalt für unsere Partei antreten wollen, dann würde ich das fördern, auch bei der Bundestagswahl." Er wolle auf jeden Fall als Innensenator in Hamburg bleiben und stünde 2002 für einen Wechsel in den Bundestag nicht zur Verfügung.

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