Gründungskongress wählte 49-jährigen zum Bundesvorstand
Frank Bsirske ist erster Verdi-Chef

ddp BERLIN. Der 49-jährige Frank Bsirske ist der erste Vorsitzende der neuen Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Die Delegierten des Gründungskongresses wählten den bisherigen ÖTV-Chef am Dienstag in Berlin mit einer Mehrheit von 913 Stimmen beziehungsweise gut 95 Prozent Zustimmung in dieses Amt. Notwendig waren mindestens 50 Prozent Ja-Stimmen. Gemeinsam mit Bsirske wurden auch die übrigen 18 Vorstandsmitglieder in einem einheitlichen und geheimen Wahlgang in ihre Ämter gehoben.

Die Größe der fünf Gründungspartner spiegelt sich auch in der Besetzung des Vorstands wider. Etwa die Hälfte der knapp drei Millionen ver.di-Mitglieder kommen aus der ÖTV. Entsprechend stellt die ÖTV mit acht Vorständen auch in diesem Gremium knapp die Hälfte der Mitglieder. DAG, DPG und HBV sind mit je drei Mitgliedern vertreten. Die IG Medien als kleinster ver.di-Partner entsendet nur zwei Mitglieder in die neue Gewerkschaftsspitze.

Während der Verdi-Vorsitz mit Bsirske ebenfalls an die ÖTV geht, stellen die vier anderen Partner je einen Stellvertreter, darunter die bisherige HBV-Chefin Margret Mönig-Raane. Sie ist neben Bsirske die einzige der fünf bisherigen Gewerkschaftsvorsitzenden, die auch dem ver.di-Vorstand angehört. Die weiteren stellvertretenden Vorsitzenden sind Gerd Herzberg (DAG), Michael Sommer (DPG) und Gerd Nies (IG Medien). Acht der Vorstandsmitglieder sind Frauen, zehn Männer. Dagegen waren beim Gründungskongress die weiblichen Delegierten mit insgesamt 517 Vertreterinnen gegenüber ihren männlichen Kollegen (492) in der Überzahl.

Im Anschluss an die Wahl wollte der neue Verdi-Chef Bsirske den Kurs der Dienstleistungsgewerkschaft in einer Grundsatzrede erläutern.

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