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Grüne betonen eigenes Profil

Die Grünen wollen die Auseinandersetzung um die Bundestagswahl "sehr stark als Grünen-Wahlkampf führen". Das kündigte ihr Spitzenkandidat, Außenminister Joschka Fischer, am Mittwoch beim Start der Wahlkampagne in Berlin an.

dpa BERLIN. Gleichzeitig soll für die Fortsetzung der Koalition mit der SPD geworben werden. Dennoch sei der "klassische Lagerwahlkampf tot", sagte Fischer. Fischer nannte die Bundestagswahl am 22. September "die wichtigste Entscheidung für die Bundesrepublik". Für die Grünen stünden die Inhalte ihrer Politik im Mittelpunkt. Dabei bestehe "kein Widerspruch zwischen Inhalten und Personen". Die Kampagne steht unter dem Motto "Grün wirkt". Darunter sollen bisherige Leistungen und künftige Vorhaben aufgezeigt werden. Dabei steht jedes Mitglied im von Fischer angeführten siebenköpfigen Spitzenteam für einen Themenbereich. Zur Spitzenmannschaft gehören die Partei- und Fraktionsvorsitzenden Claudia Roth, Fritz Kuhn, Kerstin Müller und Rezzo Schlauch sowie die Minister Renate Künast (Verbraucher) und Jürgen Trittin (Umwelt).

Hauptthemen werden die Fortsetzung des ökologischen Umbaus, die Energiepolitik und die damit verbundene Schaffung von Arbeitsplätzen, die Verbraucher-, Frauen-, Bürgerrechts- und Europapolitik sowie Politik für Kinder und Familien sein. "Wenn wir wieder in die Regierung kommen, wird sich die Lage von Kindern und Familien in Deutschland massiv verbessern", versprach Grünen-Chef Fritz Kuhn.

Obwohl der Wind den Grünen nach der verlorenen Landtagswahl heftig ins Gesicht blase, gebe es "von Verzagtheit keine Spur", sagte Fischer. Die Partei werde ihre Politik "mit dem nötigen Ernst, aber auch putzmunter in der Auseinandersetzung" vertreten.

Ihr Wahlprogramm wollen die Grünen beim Parteitag am 4.und 5. Mai in Wiesbaden verabschieden. Für den Wahlkampf haben sie 2,5 Millionen Euro zur Verfügung.

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