Grüne fordern Beibehaltung des Klon-Verbots bei Embryonen
SPD-Politikerin für Änderung des Embryonenschutzgesetzes

Die SPD-Rechtspolitikerin Margot von Rennesse hat sich angesichts der britischen Entscheidung, das Klonen embryonaler Stammzellen für die Forschung zu erlauben, für eine Änderung des deutschen Embryonenschutzgesetzes ausgesprochen.

afp BERLIN. "Ja, ich denke, dass wir an dieses Gesetz heran müssen", sagte sie der Münchner "Abendzeitung" (Donnerstagausgabe). Vieles in dem Gesetz sei veraltet und überholt. Es gebe es eine Grauzone, in der einiges nicht verboten, aber auch nicht erlaubt sei, sagte die Vorsitzende der Bundestags-Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin". Noch sei etwa nicht eindeutig beantwortet, ob eine entkernte Eizelle, in die man einen anderen Kern eingefügt hat, als Embryo gelte. "Das muss jetzt vorrangig geklärt werden. Ich hoffe aber auf einen Konsens, dass das keine Embryonen sind", sagte von Rennesse.

Die Grünen-Politikerin Ulrike Höfken betonte dagegen, die Nutzung von embryonalen Stammzellen zu Forschungszwecken verstoße gegen die Menschenwürde und sei in Deutschland aus guten Gründen verboten. "Dabei muss es auch bleiben." Zugleich appellierte sie im Namen der Grünen an das britische Oberhaus, das Vorhaben zu stoppen. Auch der katholische Ethik-Professor Dietmar Mieth kritisierte im Deutschlandradio Berlin die britische Entscheidung. "Der Zweck heiligt nicht die Mittel", hob Mieth hervor.

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