Grüne fordern Fleisch- und Wurststeuer
Qualitätspfennig für Schlachthöfe

Der Fleischpreis soll die hohen Folgekosten der BSE-Seuche abfangen. "Es sei abzusehen, dass Bund, Länder und Gemeinden die Last nicht alleine tragen können", sagt Ulrike Höfken, Grüne Bundestagsabgeordnete.

Reuters BERLIN. Agrarpolitiker der Grünen haben sich dafür ausgesprochen, die hohen Folgekosten der Rinderseuche BSE durch eine neue Abgabe auf Fleisch und Wurstwaren abzufangen. Die agrarpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Ulrike Höfken, sagte der "Berliner Zeitung" (Samstagausgabe), es sei absehbar, dass Bund, Länder und Gemeinden die Milliarden-Belastungen nicht alleine schultern könnten. "Wir brauchen eine neue Abgabe, mit der Handel, Produzenten und Verbraucher an den enormen Folgekosten von BSE beteiligt werden." Höfken schlug vor, der Staat solle direkt an den Schlachtstätten einen "Qualitätspfennig" erheben. Für die Verbraucher summierten sich die Belastungen "höchstens auf ein paar Pfennige pro Woche".

Auch der Vorsitzende des Agrarausschusses im Europaparlament, Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf (Grüne) sprach sich für eine solche Abgabe aus. "Eine Abgabe wäre sinnvoll, um den Verbraucher an den Kosten zu beteiligen, die durch BSE entstehen", sagte er der "Berliner Zeitung". Eine Steuer lehne er ab, sagte der Grünen-Politiker. Die Einnahmen sollten zweckgebunden verwendet werden, um eine ökologische Wende in der Landwirtschaft zu finanzieren.

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