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Grüner Handelsstart

Zudem ist es der letzte Tag des Quartals. "Window dressing" ist angesagt. Fondmanager polieren ihr Portfolio zum Ende des Quartals noch einmal auf, um eine bessere Quartalsperformance aufzeigen zu können. Besonders Technologiewerte dürften heute wieder an Wert zulegen. Vorbörslich zählen Ariba und Ciena zu den größten Gewinnern. Schlechte Nachrichten scheinen die Anleger heute zu ignorieren.

So kann PMC-Sierra trotz Umsatz- und Gewinnwarnung für das zweite Quartal im vorbörslichen Handel an Wert zulegen. Aufgrund der anhaltenden Nachfrageflaute, wird der Umsatz höchstens bei 95 Millionen Dollar liegen. Der Hersteller von Spezialchips peilte noch im April einen Umsatz von 108 Millionen Dollar und ein ausgeglichenes Ergebnis an. Nun wird PMC-Sierra voraussichtlich einen Verlust vor außerordentlichen Posten von sieben bis neun Cents pro Aktie ausweisen. An der Wall Street rechnete man mit einem Minus von zwei Cents pro Aktie.

Ebenfalls ganz vorne mit dabei dürfte zum Wochenausklang die Aktie von CommerceOne sein. Sie gehört im vorbörslichen Handel ebenfalls zu den größten Gewinnern. Das Softwareunternehmen erhält eine Kapitalspritze von der deutschen SAP. Der Unternehmenssoftwarehersteller wird künftig 225 Millionen Dollar in das US-Softwareunternehmen investieren. Damit wird SAP die Beteiligung an dem Kooperationspartner auf 20 Prozent anheben. Das sichert SAP auch einen Posten im Aufsichtsrat. Die Aktie von Commerce One geriet zuletzt wegen Spekulationen unter Druck, dass die Partnerschaft beendet werden könnte. Nachdem die Aktie in diesem Jahr über 80 Prozent an Wert verloren hat, legt sie am Morgen vorbörslich über 18 Prozent an Wert zu. Da macht es den Investoren nichts, dass das Unternehmen vor schwächeren Umsatzzahlen warnt. Statt der erwarteten 162 Millionen Dollar wird Commerce One höchsten Einnahmen von 120 Millionen Dollar erwirtschaften.

Unter Druck gerät am Morgen die Aktie von Amgen. Das Biotechnologieunternehmen wird wohl noch etwas auf die Zulassung für das neue Medikament Aranesp, den neuen Hoffnungsträger von Amgen, warten müssen. Amgen hatte gehofft, dass das Medikament gegen Blutarmut bereits im ersten Halbjahr 2001 die Zusagen durch die US-Gesundheitsbehörde bekommt. Firmen-Chef Kevin Sharer zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass die ausstehende Zulassung bald erfolgen werde. In Australien und der EU gab es bereits grünes Licht mit "ermutigenden Marktreaktionen", sagte er. Er bewertete es als positives Zeichen, dass die FDA keine zusätzlichen Daten und Testergebnis für Aranesp angefordert habe. Goldman Sachs hat die Aktie von Amgen auf der Empfehlungsliste.

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