Grünes Licht für sozialdemokratische Regierung
Rot-Grün in Schweden einig

Nach langem Tauziehen haben sich die Sozialdemokraten des schwedischen Ministerpräsidenten Göran Persson am Dienstagabend mit den Grünen auf eine Zusammenarbeit für die kommenden vier Jahre geeinigt.

´HB/dpa STOCKHOLM. Einschließlich der Unterstützung der Linkspartei verfügt Persson damit über eine klare Mehrheit in dem vor zweieinhalb Wochen neu gewählten Reichstag gegenüber den vier Parteien der Mitterechts-Opposition.

Grüne und Linkspartei konnten sich nicht mit ihrer Forderung nach Ministerposten in einer Koalitionsregierung durchsetzen. Sie bleiben, wie in der letzten Legislaturperiode, Stützparteien. Der Sprecher der Grünen, Peter Eriksson, erklärte nach Bekanntgabe der Einigung, die vereinbarten politischen Leitlinien seien "sehr gut und werden aus Schweden ein grüneres Land machen". Die Grünen hatten bis zuletzt gedroht, Persson zusammen mit der bürgerlichen Opposition über ein für Mittwoch oder Donnerstag anstehendes Misstrauensvotum zu stürzen.

Bei den Wahlen hatten die Sozialdemokraten ihren Stimmenanteil von 36,4 auf 39,9 % gesteigert. Sie stellen mit 144 von 349 Abgeordneten die mit Abstand größte Fraktion. Mit 17 Mandaten und 4,5 % der Stimmen sind die Grünen die kleinste von insgesamt sieben Reichstagsparteien.

Persson hatte schon vor der Einigung auf die Fortsetzung der bisherigen Mitte-Links-Kooperation seine Regierungserklärung abgegeben. Er nannte dabei noch keinen Termin für die von ihm für das kommende Jahr angekündigte Volksabstimmung über Schwedens Beitritt zum Euro.

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