Grund liegt bei verlangsamten US-Wachstum
Dresdner-Bank-Chefvolkswirt sieht Euro-Trendwende

afp LONDON/BERLIN. Dresdner-Bank-Chefvolkswirt Klaus Friedrich betonte, seit einigen Tagen zeichne sich eine Trendwende für den Euro ab. "In der Dynamik der europäischen Wirtschaft verglichen mit der amerikanischen lagen wir bisher hintenan; das war der Grund für die Euro-Schwäche", sagte Friedrich im DeutschlandRadio Berlin. Erste Zahlen zeigten nun, dass sich das Wachstum in den USA signifikant verlangsame. Wenn der Markt diese Verlangsamung zur Kenntnis nehme, sollte dies die Wende bringen. Friedrich sprach sich für eine schnelle Intervention der Notenbanken zugunsten des Euro aus. "Jetzt ist die richtige Zeit zu intervenieren. denn jetzt könnte die EZB einen sich öffnenden Trend - die Stärkung des Euro - unterstützen." Eine Bedingung für eine erfolgreiche Stützung des Euro durch Dollar-Verkäufe sei, dass man mit dem Markt und nicht gegen ihn interveniere.

Euro liegt knapp unter 0,86 Dollar

Vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) hat der Euro am Donnerstag knapp unter 0,86 Dollar notiert. An der Londoner Devsienbörse wechselte die Gemeinschaftswährung am späten Vormittag für 0,8582 Dollar den Besitzer, nachdem sie am Vorabend in New York auf 0,8612 Dollar und in Tokio anschließend auf 0,8617 Dollar geklettert war. In London war ein Dollar damit 2,2790 Mark wert. Händler erklärten das leichte Nachgeben des Euro zu Tagesbeginn mit Gewinnmitnahmen, bevor die Europäische Zentralbank (EZB) am Nachmittag ihre Entscheidung über die Höhe der Leitzinsen in der Euro-Zone bekannt geben sollte. Gegenüber dem japanischen Yen wurde ein Euro für 92,95 Yen gehandelt, nachdem er zuvor in New York und Tokio über die Marke von 93 Yen geklettert war.



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