Grund zum Optimismus
Analysten sehen EADS positiv

Branchenexperten äußerten sich zu den EADS- Ergebnissen positiv: "Die Zahlen sehen gut aus, der Ausblick auf 2001 ist sehr selbstbewusst", sagte Andrew Thomson von Dresdner Kleinwort Wasserstein in Paris.

Reuters AMSTERDAM. Branchenexperten äußerten sich zu den EADS - Ergebnissen positiv: "Die Zahlen sehen gut aus, der Ausblick auf 2001 ist sehr selbstbewusst", sagte Andrew Thomson von Dresdner Kleinwort Wasserstein in Paris. Martina Jung vom Bankhaus Metzler in Frankfurt sagte, das Ebit habe über ihren Erwartungen gelegen. "Der Nettoverlust hat mich nicht überrascht", fügte sie hinzu. An die Anteilseigner will die EADS eine Dividende von 0,50 Euro pro Aktie zahlen, mehr als von Analysten erwartet. Die Aktie notierte am Montagmittag in Paris mit 23,12 Euro um 1,4 % fester als am Freitag.

"Wir haben unsere Ziele trotz der hohen Restrukturierungskosten im Jahr 2000 erreicht. Wir erfüllen unsere Prognosen", sagte Finanzchef Axel Arendt. Allein der höhere Wechselkurs des $, in dem die Luft- und Raumfahrtbranche fast alle Aufträge abrechnet, und die globale Absicherung von Wechselkursrisiken hätten das Ergebnis mit 1,4 Mrd. Euro belastet, hieß es. Eine Änderung der Bilanzierungsregeln solle das Nettoergebnis künftig berechenbarer machen, sagte Arendt.

Den Ebit-Zuwachs hat die EADS den Angaben zufolge vor allem dem anhaltenden Erfolg des Flugzeugbauers Airbus zu verdanken, der 2000 zu 80 % im Konzern konsolidiert wurde. Allein mit Airbus erwirtschaftete die EADS ein operatives Ergebnis von 1,41 (0,93) Mrd. Euro. Am um 7 % auf 24,21 Mrd. Euro gestiegenen Umsatz hat Airbus einen Anteil von 60 %. Währungseffekte wirkten sich mit 450 Mill. Euro positiv aus. In die Verlustzone gerutscht ist im abgelaufenen Jahr dagegen der Bereich Verteidigung und Zivilen Systeme. Durch einen Abbau von 1500 Stellen und die Konzentration auf vier Kernbereiche soll das Minus in diesem Jahr deutlich sinken, 2002 erwartet Co-Chef Camus wieder schwarze Zahlen. "In dem Bereich muss sich die EADS etwas einfallen lassen", forderte Analystin Jung. Im Raumfahrtgeschäft sollen bis 2002 etwa 900 Stellen wegfallen, in den Zentralen in München und Paris 600.

Die erstmalige vollständige Einbeziehung von Airbus in die Konzernbilanz werde den Umsatz im laufenden Jahr um 15 % nach oben treiben, hieß es. Etwa die Hälfte des Zuwachses werde darauf zurückzuführen sein. Die "normale" Wachstumsrate, die in den Jahren darauf zu erwarten sei, liege bei 6 bis 7 %, sagte Arendt. Auch das Ebit soll um 15 % wachsen. Airbus werde auf Grund der Anlaufkosten für den A380 2001 zwar weniger verdienen, unter dem Strich aber mehr zum Konzerngewinn beitragen, sagte Camus. Bis 2004 soll die operative (Ebit-)Marge mit Hilfe von 600 Mill. Euro Einsparungen durch die Fusion auf 10 % wachsen, im vergangenen Jahr waren es knapp 5,8 %. Damit kehrt die EADS wieder zu ihrem ursprünglichen Ziel zurück, das mit Verweis auf den Start des A380 auf acht Prozent gesenkt worden war.

Grundlage für den Optimismus ist nach den Worten von Camus ein Auftragsbestand von 131,9 (102,4) Mrd. Euro, nachdem im vergangenen Jahr 50 % mehr Bestellungen eingegangen waren als 1999. "Der Rekord beim Auftragsbestand verschafft uns eine außerordentlich hohe Planungssicherheit", sagte er. Das sichere Arbeit für die nächsten fünfeinhalb Jahre.

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