Grundbesitz-Invest will Anlegern im kommenden Geschäftsjahr mindestens 5 Prozent Wertentwicklung bieten
Fonds: Lockende Immobilien in Budapest

Experten der Deutschen Bank erwarten eine Renaissance der offenen Immobilienfonds. Dazu sollen nicht nur die Unsicherheiten an den Finanzmärkten beitragen. Auch die verbesserten Perspektiven an den in- und ausländischen Immobilienmärkten könnten wieder Anleger anziehen.

FRANKFURT/M. Die Strategen der offenen Immobilienfonds aus dem Hause Deutsche Bank suchen ihre Chance auf den Auslandsmärkten unter anderem in Osteuropa. Außerdem wollen sie in Zukunft stärker Kauf- bzw. Verkaufsmöglichkeiten im Immobilienbereich nutzen und streben eine weitere Performanceverbesserung an: Im nächsten Geschäftsjahr soll bei ihrem Flaggschiff eine Fünf vor dem Komma stehen. Das erklärten Vertreter der Deutsche Grundbesitz-Investmentgesellschaft (DGI), der Immobilienfondsgesellschaft der Deutsche-Bank-Gruppe, auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt am Main. Die Gesellschaft verwaltet mit dem Grundbesitz-Invest einen der größten offenen Immobilienfonds und offeriert seit kurzem mit dem Grundbesitz-Global auch einen ausschließlich international anlegenden Immobilienfonds.

DGI-Geschäftsführer Walter Klug bezifferte die Netto-Mittelabflüsse im Grundbesitz-Invest während des vergangenen Geschäftsjahres (30.9.) auf 533 Mill. Euro, nachdem im Vorjahr noch 1,3 Mrd. Euro zugeflossen waren. Das schwindende Interesse der Anleger spüre die gesamte Immobilienfondsbranche, nicht nur der Grundbesitz-Invest mit 5,3 Mrd. Euro Vermögen.

Bei sinkenden Netto-Investments der Anleger sei die Performance von 2,9 auf 4,0 % gestiegen. Ziel für das nächste Jahr ist laut Klug eine Fünf vor dem Komma. Er glaubt deshalb an eine Renaissance der offenen Immobilienfonds. Optimistisch stimmten unter anderem die Entwicklungen auf den Immobilienmärkten.



Zum aktuell guten Anlageergebnis hätten die guten Lage auf dem nationalen und den ausländischen Märkten beigetragen. Die durchschnittliche Leerstandsrate auf den westeuropäischen Immobileinmärkten sei von 4,3 % im ersten Quartal auf jetzt 3,4 % gefallen. Die Mieten sind seinen Angaben zufolge in den vergangenen 12 Monaten um 17 % gestiegen. Auch die westdeutschen Märkte würden sich im Aufwind befinden. Rund 90 % des deutschen Immobilienvermögens im Grundbesitz-Invest sei in den aufstrebenden Regionen wie München, Frankfurt und Hamburg investiert. Im neuen Geschäftsjahr will Klug die bereits kräftig auf 5,9 % gestiegene Immobilienrendite weiter steigern. DGI-Geschäftsführer Werner Welter beziffert den Anteil der deutschen Immobilien am Immobilienvermögen auf 77 % (Rendite 5,0 %), die Auslandsquote auf 23 % (Rendite 11,3 %) - bei einer Investitionsquote von 84 %.



Welter zufolge hat der Gundbesitz-Global mit jetzt 235 Mill. Euro bereits zwei Objekte in Brüssel und Wien erworben. "Die zukünftigen Euro-Länder in Osteuropa werden ein Anlageschwerpunkt sein", erklärte er. Gespräche würden bereits geführt, man sei "relativ weit fortgeschritten. Als Standorte seien Budapest, aber auch Warschau vorstellbar: "Wir konzentrieren uns auf Bürogebäude, aber auch auf Shopping-Center; über Hotelengagements denken wir nach."

Welter stellte außerdem ein neues Analysesystem für die Fondsimmobilien vor. "P.A.T." versetze das Management in die Lage, "alle Objekte qualitativ mit Hilfe eines Scoring-Ansatzes und quantitativ mit ausgewählten Kennzahlen zu bewerten". Daraus sollen konkrete Handlungsalternativen abgeleitet werden: "Halten, Restrukturierung bzw. Renovierung, Verkaufen."

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