Gruppe A
Portugal jubelt über perfekten Euro-Start

Vize-Europameister Portugal, mit Superstar Cristiano Ronaldo an der Spitze, ist gegen die Türkei erfolgreich in die Euro 2008 gestartet und hat mit einer beeindruckenden Leistung die Rolle des Titelanwärters unterstrichen. Die angekündigte Wiedergutmachung der Türken für das Verpassen der letzten großen Turniere fiel dagegen aus.

HB GENF. Die Treffer für die Portugiesen erzielte allerdings nicht Superstar Ronaldo, sondern es trafen der aufgerückte Pepe und Raul Meireles. Nach einem Doppelpass mit Mannschaftskapitän Nuno Gomes war Innenverteidiger Pepe, der beim spanischen Meister Real Madrid den deutschen Nationalspieler Christoph Metzelder aus der Mannschaft verdrängt hat, in der 61. Minute erfolgreich. Raul Meireles erhöhte in der Nachspielzeit auf 2:0 (90.).

Portugal war vor 29 106 Zuschauern im Stade de Geneve überlegen und hätte weitaus höher gewinnen können. Unter den zahlreichen Chancen waren aber auch ein Pfostenschuss von Nuno Gomes (50.), ein an den Pfosten gelenkter Freistoß von Ronaldo (38.) und ein Kopfball an die Latte von Nuno Gomes (65.). Dazu kam ein weiterer Treffer von Pepe (17.), dem der deutsche Schiedsrichter Herbert Fandel (Kyllburg) zu Unrecht wegen einer angeblichen Abseitsstellung die Anerkennung verweigerte. Der Konzertpianist aus Kyllburg bewies bei seinem ersten Euro-Einsatz in der schwer zu leitenden Partie ansonsten viel Fingerspitzengefühl. Portugal übernahm durch diesen Erfolg die Tabellenführung in der Gruppe A.

Der 24 Jahre alte Pepe, in der Abwehr unüberwindbar und vorne mit seinem ersten Tor im vierten Länderspiel, gab sich anschließend bescheiden. „Es war ein sehr wichtiges Tor für mich. Ich liebe es, für mein Land zu spielen, und ich freue mich, dass es so gut für uns gelaufen ist“, sagte Pepe, „ich habe meinem Team geholfen, das war das Wichtigste.“ Sein Coach Luis Felipe Scolari war hochzufrieden: „Zu Beginn eines Turniers ist ein Sieg immens wichtig. Bei drei Spielen sind dies 50 Prozent. Jeder weiß, bei sechs Punkten ist man weiter. Ich fand meine Mannschaft sehr gut. Wir haben einen schönen, technisch starken Fußball gespielt.“

Die Portugiesen, die bei ihren vier bisherigen Teilnahmen an einer Euro-Endrunde jeweils die Vorrunde überstanden haben, spielen kommenden Mittwoch erneut in Genf gegen Tschechien, das im Eröffnungsspiel die Schweiz mit 1:0 (0:0) besiegt hatte. Die Türken, in zuvor sieben Euro-Spielen erst einmal siegreich (2000 in Belgien/Niederlande), treffen in Basel auf die EM-Gastgeber.

Die Portugiesen, mit immerhin sechs Finalisten von der Euro 2004 in der Anfangsformation, wollten die übernervösen Türken mit einem Turbostart überraschen. Mit rasantem Direktspiel offenbarte das Team von Trainer Luiz Felipe Scolari immer wieder organisatorische Schwächen in der schlecht gestaffelten türkischen Viererkette, in der Bayern-Profi Hamit Altintop auf der ungeliebten Position des rechten Verteidigers beginnen musste.

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