Gruppe D
Russland ohne Chance gegen starke Spanier

Chancen gab es auf beiden Seiten, doch die einen waren in den entscheidenden Momenten besser. Mit dem 4:1 über Russland hat sich Spanien in den engeren Kreis der Favoriten auf den Titel geschossen. Ein Spanier traf dabei gleich dreifach und sorgte so dafür, dass die Partie schon zur Pause entschieden war.

HB INNSBRUCK. Mit dem ersten Dreierpack der Europameisterschaft hat David Villa Spanien den erhofften Traumstart beschert. Durch das 4:1 (2:0) gegen starke Russen machte die "Selección" im Auftaktspiel der Gruppe D den ersten großen Schritt zum sehnlichst erhofften ersten EM-Triumph seit 44 Jahren.

Unter den Augen des spanischen Prinzenpaares Letizia und Felipe wurde das Team von Trainer Luis Aragonés am Dienstag im Nieselregen von Innsbruck seiner Favoritenrolle vollauf gerecht. Mit einer spielerisch starken Leistung bauten die Spanier ihre beeindruckende Serie auf nunmehr 17 Spiele ohne Niederlage aus.

Die blitzsauber herausgespielten Tore in der 20., 44. und 75. Minute durch Valencias Topstürmer Villa nach Vorarbeiten von England- Legionär Fernando Torres, Barcelonas Andrés Iniesta und Cesc Fabregas von Arseanal London trafen die Russen mitten ins Herz. Die jüngste Fußball-Mannschaft der Euro 2008 und ihr erfahrener niederländischer Trainer Guus Hiddink stehen nun in den Spielen gegen Griechenland und Schweden unter Druck. Der Ehrentreffer per Flugkopfball kurz vor Schluss gelang Roman Pawljutschenko (86.). Den Schlusspunkt in der bisher torreichsten Begegnung dieser EM setzte Fabregas in der Nachspielzeit.

Kurz vor Spielbeginn hatte es über dem extra nur für die EM für 30,6 Millionen Euro erneuerten und auf 30 772 Zuschauerplätze ausgebauten Stadion Tivoli heftig geregnet. Als Schiedsrichter Konrad Plautz, der aus der Nähe von Innsbruck kommt, in der voll besetzten Arena das erste EM-Spiel in Tirol anpfiff, erkämpften und erspielten sich die Russen zunächst Vorteile. Doch drei Minuten nachdem Konstantin Syrjanow (17.) die erste große Chance vergeben hatte, schlug der EM-Mitfavorit aus Spanien in einer unterhaltsamen Begegnung eiskalt zu.

Denis Kolodin von Dynamo Moskau verlor den Ball leichtfertig gegen Torres, der zum 50. Mal für Spanien spielte. Der Liverpooler, einziger Legionär in der Startformation der Iberer, spielte Villa mustergültig in den Lauf. Der Stürmer vom Hildebrand-Club Valencia hatte keine Probleme und bezwang Torhüter Igor Akinfejew und mit einem Schuss aus zehn Metern. Wütend schlugen die ersatzgeschwächten Russen, die auf ihren Paradesturm, den verletzten Pawel Pogrebnyak und den gesperrten Andrej Arschawin vom UEFA-Cup-Gewinner Zenit St. Petersburg verzichten mussten, zurück. Erneut setzte sich Syrjanow in Szene, aber er traf nur den Pfosten. Auch die nächsten Chancen vergab das Hiddink-Team.

Seite 1:

Russland ohne Chance gegen starke Spanier

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%