Gruppe um Günter Netzer interessiert
Manager wollen Kirch Sport kaufen

Wenige Tage vor dem Ablauf der Angebotsfrist ist der Bieterwettbewerb um die insolvente KirchMedia noch immer in vollem Gang. Für den Sporthandel wolle das Management der Kirch Sport AG um den früheren Fußballnationalspieler Günter Netzer Anfang kommender Woche ein verbindliches Angebot abgeben.

dpa/HB MÜNCHEN. "Wir sind an Kontinuität interessiert", sagte ein Sprecher der Firma am Donnerstag in Zug und bestätigte damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Im Gespräch sei ein Kaufpreis von 400 bis 500 Millionen Schweizer Franken (273 bis 341 Millionen Euro).

Die KirchMedia wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Das Medienunternehmen EM.TV interessiert sich nach eigenen Angaben für eine Beteiligung am Sportsender DSF. Die KirchMedia hat allen Interessenten eine Frist bis zum 10. September für verbindliche Kaufangebote gesetzt.

Nach Informationen aus Branchenkreisen will die neue KirchMedia- Geschäftsführung nach wie vor versuchen, das Kerngeschäft als Ganzes zu erhalten. Sollte sich kein passender Käufer für das Gesamtpaket finden, sei aber auch der Verkauf einzelner Bestandteile wie den Sporthandel denkbar. Für den Fall einer Zerteilung würde sich der angeschlagene Medienkonzern EM.TV für eine Minderheitsbeteiligung am Deutschen Sportfernsehen DSF interessieren. "Wir prüfen das", sagte ein EM.TV EM.TV-Vorstand-Sprecher. Rainer Hüther war früher Geschäftsführer beim DSF und kennt sich daher mit dem Sender aus.

Nach einer Vorauswahl sind derzeit für eine Übernahme der KirchMedia drei Bieter in der Endrunde. Das höchste Gebot soll mit 2,6 Milliarden Euro der US-Medienunternehmer Haim Saban mit dem französischen Medienkonzerns TF1 abgegeben haben. Ein Konsortium um der Altgesellschafter mit der Investmentbank Lehman Brothers, der Kingdom Holdings des saudiarabischen Prinzen Walid und dem Handelskonzern Rewe soll 2,5 Milliarden Euro geboten haben. Ein Konsortium aus Commerzbank und dem Hollywood-Studio Columbia soll mit einem Angebot von 2,3 Milliarden Euro den Sprung ins Finale geschafft haben.

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