Gruppensieg
Dritter Streich der Kroaten dank Klasnic

Im zweiten Spiel der Gruppe B feierte Kroatien den dritten Sieg im dritten Spiel: Der "zweite Anzung" des WM-Dritten von 1998 schlug Polen durch einen Treffer von Ivan Klasnic 1:0 (0:0). Auf Seiten der Kadra konnte einzig Keeper Boruc überzeugen - mit seinen Paraden sorgte er dafür, dass der Sieg der Kroaten nicht höher ausfiel.

KLAGENFURT. Die polnische Nationalmannschaft ist bei ihrer EM-Premiere sang- und klanglos ausgeschieden: Das Team von Trainer Leo Beenhakker verlor zum Vorrunden-Abschluss gegen Kroatiens B-Elf 0:1 (0:0) und muss mit nur einem Punkt aus drei Spielen die vorzeitige Heimreise antreten. Dagegen gehen die Kroaten dank des ersten Turniertreffers von Bundesliga-Legionär Ivan Klasnic (52.) nach dem dritten Sieg in Serie mit breiter Brust in das Viertelfinale gegen die Türkei am kommenden Freitag (20.45 Uhr) in Wien.

Boruc hält Polen im Spiel

Die 30 000 Zuschauer in Klagenfurt sahen eine enttäuschende "Kadra". Das Team des Niederländers Beenhakker konnte sich bei ihrem überragenden Keeper Artur Boruc bedanken, dass die Niederlage nicht schon zur Pause besiegelt war. Vor allem der agile Bremer Klasnic hatte bereits vor seinem Tor zweimal freistehend die große Chance zur Führung, scheiterte jedoch am herausstürmenden Boruc (32./45).

Die B-Elf der Kroaten, die vom Stammpersonal in der Anfangsformation nur Ivan Rakitic und Danijel Pranjic aufgeboten hatten, ließen den Ball zunächst gemächlich durch die eigenen Reihen laufen. Mitte der ersten Halbzeit wurde das Team von Trainer Slaven Bilic dann stärker. Nach einem Freistoß von Schalke-Profi Rakitic setzte Verteidiger Hrvoje Vejic einen Kopfball knapp neben den linken Pfosten (20.).

Dabei hatten die bereits zuvor für die K.o.-Runde qualifizierten Kroaten mit ihrer Aufstellung die beste Vorlage für einen Sieg der Polen im letzten Gruppenspiel gegeben. Weder die leicht angeschlagenen Ivica Olic und Luka Modric noch die mit Gelb vorbelasteten Innenverteidiger Robert Kovac und Josip Simunic waren eine Option für Bilic. Auch Kapitän Niko Kovac durfte sich auf der Bank ausruhen. In der 27. Minute musste Bilic aber bereits einen seiner Stammspieler einwechseln. Vedran Corluka kam für den angeschlagenen Dario Knezevic.

Smolarek und Bak zunächst auf der Bank

Allerdings hatte auch Polens Coach Beenhakker überraschend einige Änderungen vorgenommen. So saßen die Stammspieler Ebi Smolarek und Jacek Bak zunächst nur auf der Bank. Dafür rückte Dariusz Dudka in die Innenverteidigung. Zudem standen im Gegensatz zum 1:1 gegen Österreich Wojciech Lobodzinski, Rafal Murawski und Jakub Wawrzyniak in der Anfangsformation. Verletzungsbedingt fehlten Lukasz Piszczek (Hertha BSC Berlin) und Kapitän Maciej Zurawski.

Doch bis auf einen Kopfball von Dudka (11.), einem Schuss von Roger Guerreiro (63.) und einem Kopfball von Marek Saganowski (68.) strahlten die Polen kaum Torgefahr aus. Das Offensivspiel der Osteuropäer war zumeist statisch und behäbig. Zudem folgte im zweiten Abschnitt gleich nach Wiederanpfiff der Schock des Gegentores. Nach Vorlage des starken Pranjic ließ Klasnic Keeper Boruc keine Abwehrchance.

© SID

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