Günstige Projektortechnik
Philips-Forscher entwickeln neue Großbildschirme

Durch eine innovative Technik soll bis 2003 nach Aussage der Forscher ein Display mit einer Diagonalen von einem Meter nur noch rund 5 000 DM kosten. Philips erwägt Ausstieg aus dem Mobilfunk

wsa EINDHOVEN. Entwickler im Forschungszentrum des niederländischen Elektronik-Konzerns Philips in Eindhoven haben eine kostengünstige Alternative zu Flüssigkristall-Bildschirmen, Plasma-Monitoren und heutiger Projektoren-Technik entwickelt. Die Technologie basiert auf einer neuen Art eines Flüssigkristall-Displays, das direkt auf einen durchsichtigen Siliziumchip platziert wird. Dieses so genannte "Liquid crystal on silicon (LCOS)" kann die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau nacheinander verarbeiten. Heute erhältliche Projektoren verwenden noch für jede Farbe ein separates Display.

Die Philips-Forscher spalten weißes Licht von einer Bogenlampe über ein rotierendes Prisma in die drei Grundfarben auf. Nacheinander trifft das Licht auf den LCOS, so dass jeweils eine Farbe den Videodaten entsprechend angezeigt wird. Ein System aus Projektionslinsen wirft diese Bildpunkte danach auf einen überdimensionalen Schirm. Dadurch erscheint ein hoch brillantes Farbbild, da das Prisma mit einer Frequenz von 200 Hertz rotiert. Das menschliche Auge kann so ein perfektes, unverzerrtes Farbbild wahrnehmen. Dabei spielt die Synchronisation von der einfallenden Farbe mit den Bildinformationen für diese Farbe eine große Rolle.

Durch die innovative Technik soll bis 2003 nach Aussage der Forscher ein Display mit einer Diagonalen von einem Meter nur noch rund 5 000 DM kosten. Zwar lässt sich ein Heimkino-Gerät mit dieser Technik nicht so flach bauen wie mit einem Plasmabildschirm. Allerdings kostet diese Variante derzeit noch rund 20 000 Mark. Hinzu kommt, dass dabei vergleichsweise viel Strom verbraucht wird. Klassische Kathoden-Röhren sind in der Größe auf rund 80 Zentimeter in der Diagonalen begrenzt, da sonst der evakuierte Glasmantel der Röhre dem äußeren Atmosphärendruck nicht mehr standhalten kann und implodiert.

Philips

erwägt Ausstieg aus dem Mobilfunk

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