Günther Heckelmann ist Managing Partner der deutschen Büros der Großkanzlei Baker & McKenzie
Wie fühlt man sich eigentlich, Herr Heckelmann...

...wenn man auf einen Schlag sieben Partner verliert?"*

...wenn man auf einen Schlag sieben Partner verliert?"

"Als ich die Nachricht erhalten habe, fühlte ich mich vor den Kopf gestoßen. Schließlich habe ich mit allen Partnern jahrelang eng zusammengearbeitet. Ihre Entscheidung, unsere Kanzlei zu verlassen, hat mich deshalb mit voller Wucht getroffen, auch ganz persönlich.

Nach diesem ersten Schock habe ich versucht, die Sache mit professionellen Augen zu betrachten. Generell gilt: In einem offenen Markt, zu dem auch der Anwaltsmarkt mittlerweile zählt, müssen wir akzeptieren, dass viele Anwälte heute nun einmal schneller als früher bereit sind, die Kanzlei zu wechseln. Hierauf muss sich ein Anwaltsunternehmen einstellen. Unsere Mandantenbasis ist weiter hervorragend. Wir haben eine tolle Truppe an jungen Partnern und angestellten Anwälten. Mein Gefühl der Ohnmacht ist insoweit nach kurzer Trauerarbeit einem neuen Kampfesmut gewichen. Auch unter unseren jungen Kollegen spüre ich eine regelrechte Aufbruchstimmung. Sie brennen darauf, die entstandenen Lücken für sich zu nutzen. Ich halte es deshalb auch noch nicht für ausgemacht, dass viele Associates den wechselnden Partnern folgen werden.

Für mich persönlich wird der Wechsel noch einige anstrengende Wochen zur Folge haben. Wir handeln jetzt die genauen Modalitäten des Ausstiegs mit den Partnern aus. Dies bedeutet weiteren erheblichen Zeitaufwand neben der Tages- und Mandatsarbeit. Darunter leidet leider auch meine Familie."

Die Frage stellte Christoph Hus.

*Anfang November kündigten gleich sieben Partner auf einen Schlag an, Baker & McKenzie zu verlassen. Fünf Gesellschaftsrechtler gehen zu Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom, zwei Bankrechtler zu Milbank, Tweed, Hadley & McCloy.

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