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Guerrero bewahrt Bayern vor Pleite - 3:1 in Bochum

Neuentdeckung Jose Paulo Guerrero hat den FC Bayern München vor einer Pleite beim VfL Bochum bewahrt. Beim 3:1-Sieg war der 20 Jahre alte Peruaner maßgeblich daran beteiligt, dass der deutsche Rekordmeister binnen sechs Minuten einen 0:1-Rückstand in einen glücklichen Erfolg umwandelte.

dpa BOCHUM. Neuentdeckung Jose Paulo Guerrero hat den FC Bayern München vor einer Pleite beim VfL Bochum bewahrt. Beim 3:1-Sieg war der 20 Jahre alte Peruaner maßgeblich daran beteiligt, dass der deutsche Rekordmeister binnen sechs Minuten einen 0:1-Rückstand in einen glücklichen Erfolg umwandelte.

Die ersten beiden Treffer (76./81.) erzielte der in der Halbzeit eingewechselte Joker in seinem erst dritten Bundesliga-Einsatz selbst, beim Eigentor von Christoph Preuß bedrängte Guerrero den Bochumer Unglücksraben.

Während der VfL nun auf einen Abstiegsplatz rutschte, ist der FC Bayern erster Verfolger von Spitzenreiter VfL Wolfsburg. Unmittelbar nach Spielende platzte Manager Uli Hoeneß trotzdem der Kragen, im Interview mit "Premiere" prangerte er die seiner Ansicht nach zu kritische Berichterstattung des TV-Senders an. "Auch sie sollten endlich mal die Leistung des FC Bayern honorieren", riet er wutentbrannt und mit hochroten Kopf dem Fragetseller. Trainer Felix Magath pflichtete Hoeneß bei. "Aus meiner Sicht ist es nicht mehr zu tolerieren, welche Ansprüche an den FC Bayern gestellt werden", sagte er.

Für Guerrero war es die vermutlich aufregendste Woche seiner noch jungen Laufbahn. Vor einer Woche hatte er gegen Hannover 96 sein erstes Bundesligator erzielt, danach die Bayern-Amateure als zweifacher Torschütze ins Pokal-Viertelfinale geschossen, und nun mit einem erneuten Doppelpack aufgewartet. Das 2:1 nach Hereingabe von Bastian Schweinsteiger erzielte der Peruaner, der zur Pause für den enttäuschenden Claudio Pizarro gekommen war, allerdings aus Abseitsposition.

Völlig konsterniert verließen die Bochumer den Platz. Nach einer kämpferisch bravourösen Leistung und der Führung durch Vratislav Lokvenc (65.) wähnten sich die Gastgeber schon dem ersehnten Befreiungsschlag nahe, ehe sie sechs unaufmerksame Minuten um alle Früchte brachten. "Bis zur Führung haben wir passabel gespielt. Dann haben wir das Spiel in wenigen Minuten auf spektakuläre Weise verloren, das hatten wir nicht verdient", meinte Neururer.

Mit Weißwurst-Essen, Sonder-Hausaufgaben, Videovorführungen und flotten Sprüchen hatte VfL-Trainer Peter Neururer seine Mannschaft auf das Duell eingestimmt. Und die präsentierte sich in der Tat lange Zeit sehr gut eingestellt gegen eine Bayern-Elf, die lange keinen Rhythmus fand und verdient in Rückstand geriet. Nach einem Querschläger von Roy Makaay flankte Thomas Zdebel in den Strafraum; Madsen legte mustergültig per Kopf auf Sturmpartner Lokvenc ab, der zum zweiten Saisontreffer einnickte.

Danach reagierte Magath, brachte Mehmet Scholl als neuen Ideengeber im erschreckend einfallslosen Mittelfeld. Die Maßnahme fruchtete schon kurze Zeit später. Der 34-jährigfe Ex-Nationalspieler leitete mit einer Freistoßflanke den Ausgleich ein, den Guerrero mit feiner Schusstechnik markierte. Beim 2:1 stand Guerrero nach Schweinsteiger-Hereingabe allerdings im Abseits. Die Bochumer brachen danach auseinander.

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