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Gütesiegel für Handys: Siemens ist skeptisch

vwd MÜNCHEN. Die Siemens AG, München/Berlin, zeigt sich skeptisch zu möglichen Plänen der Bundesregierung, die Hersteller von Mobiltelefonen auf freiwilliger Basis für den Bau von noch strahlungsärmeren Geräten zu gewinnen und ein neues Gütesiegel für Handys einzuführen. Dennoch nehme man die bislang noch inoffizielle Einladung aus Berlin an, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag auf Anfrage. Man werde zu allen Themen "einen offenen Dialog führen". Der Sprecher wies jedoch darauf hin, dass die Hersteller bei der Strahlung bereits heute zum Teil deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen und diese Daten auch veröffentlichen würden.

Der Nutzer habe somit auch die Möglichkeit für einen Vergleich. Damit bestehe auch keine Notwendigkeit für eine laut "Tagesspiegel" geplante freiwillige Selbstverpflichtung der Hersteller bzw. die Einführung eines neuen Gütesiegels, das offenbar an Geräte mit Strahlungswerten unter den gesetzlichen Normen vergeben werden soll. Diese würden nach heutigen Erkenntnissen eine gesundheitliche Gefährdung ausschließen und sollen nach den Worten des Siemens-Sprechers auch nicht angetastet werden.

Ein Regierungssprecher bestätigte die geplanten Gespräche, die unter der Leitung von Staatsminister Hans-Martin Bury stattfinden sollen. Eine Sprecherin des zuständigen Ministeriums wies zudem darauf hin, dass ein derartiges Treffen im Rahmen einer Selbstverpflichtung der Industrie bereits seit längerem festgelegt worden sei.

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