Guido Westerwelle setzt sich durch
Wolfgang Gerhardt verzichtet auf FDP-Chefposten

Guido Westerwelle hat im Führungsstreit der FDP den Sieg davon getragen. Er soll im Mai in Düsseldorf zum neuen Parteichef gewält werden.

Reuters/HB STUTTGART. FDP-Parteichef Wolfgang Gerhardt will nach Angaben des baden-württembergischen FDP-Landesvorsitzenden Walter Döring auf dem Düsseldorfer Bundesparteitag im Mai nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden kandidieren. Der scheidende Parteichef werde Generalsekretär Guido Westerwelle als seinen Nachfolger empfehlen, sagte Döring am Donnerstag auf dem Landesparteitag in Stuttgart. Gerhardt habe diesen Entschluss in einem Krisengespräch mit Westerwelle gefasst.

Nach Angaben aus Parteikreisen werden beide Politiker in der Übergangsphase und damit für die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg in ihren Ämtern bleiben.

Westerwelle werde auch als Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl antreten, hieß es in den Kreisen weiter. Gerhardt wird nach Dörings Angaben sein Amt als Fraktionsvorsitzender der Liberalen im Bundestag weiter ausüben.

Der Streit um die Führung bei der FDP schwelte bereits seit Monaten. Immer wieder waren Westerwelle Ambitionen auf den Posten des Parteichefs nachgesagt worden. Der Politiker selbst hatte sich bislang dazu aber nicht äußern wollen. Wolfgang Gerhardt wiederum hatte seinen Posten ungeachtet massiver Kritik nicht aufgeben wollen.

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