Gussinski war nicht zur Vernehmung erschienen
Haftbefehl gegen russischen Medienmogul Gussinski

Gleichzeitig wurde Gussinski, der sich gegenwärtig an einem unbekannten Ort im Ausland aufhält, landesweit zur Fahndung ausgeschrieben.

dpa MOSKAU. Gegen den russischen Medienmogul Wladimir Gussinski ist am Montag von der Generalstaatsanwaltschaft in Moskau Haftbefehl erlassen worden. Gleichzeitig wurde Gussinski, der sich gegenwärtig an einem unbekannten Ort im Ausland aufhält, landesweit zur Fahndung ausgeschrieben, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax. Der Besitzer des Kreml-kritischen Medienkonzerns Media-Most war am Morgen nicht zu einer Vernehmung bei der Behörde erschienen. Ihm wird von der Justiz "breit angelegter Betrug" angelastet.

Zuvor hatte Media-Most den Streit mit seinem Hauptgläubiger, dem Erdgasmonopolisten Gasprom, nach eigenen Angaben beigelegt. Ein Sprecher der unter Druck geratenen Medienholding bestätigte am Montag in Moskau, das "Friedensabkommen" sehe eine teilweise Schuldenrückzahlung an Gasprom mit Media-Most-Aktien im Wert von 211,6 Mill. $ (474 Mill. DM) vor.

Die am Samstag unterzeichnete Vereinbarung müsse am Dienstag noch von einem Moskauer Gericht bestätigt werden, erklärte Sprecher Dmitri Ostalski nach Angaben der Agentur Interfax. Insgesamt steht Media- Most bei dem halbstaatlichen Erdgasriesen Gasprom mit 473 Mill. $ in der Kreide. Gasprom hatte alle Aktien von Media-Most gerichtlich beschlagnahmen lassen.

Die Justiz hatte gegen ihn wegen des Verdachts ermittelt, er habe seine Media-Most-Anteile bei ausländischen Firmen geparkt, um sie dem Zugriff von Gasprom zu entziehen.

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