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Gut für den Kreislauf

1991, lange vor dem Beitritt in die EU, hat die polnische Regierung die Subventionen für Milch- und Fleischprodukte gekürzt. Seitdem geht es den Polen gesundheitlich besser: Im Jahr 2002 gab es in Drittel weniger Tote durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

1991, lange vor dem Beitritt in die EU, hat die polnische Regierung die Subventionen für Milch- und Fleischprodukte gekürzt. Seitdem geht es den Polen gesundheitlich besser: Im Jahr 2002 gab es in Drittel weniger Tote durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sind Subventionenskürzungen gut für den Kreislauf? Und wird der EU-Beitritt die Polen wieder kränker machen?

Einer im British Medical Journal veröffentlichten Studie zufolge (BMJ Vol. 331, pp 187-8) hat in Polen nach den Subentionskürzungen für tierische Produkte das Angebot mehrfach ungesättigter Fette (das sind die guten) deutlich zugenommen - quasi Folge einer staatlich verordnete Diät.

Nun wären die Autoren der Studien keine guten Wissenschaftler, würden sie nicht auch andere Einflussfaktoren wie den stark gestiegenen Konsum an Importfrüchten berücksichtigen.

Unter dem Strich bleiben sie aber bei ihrer Auffassung, dass die Kürzung von Subventionen tierischer Produkte in Polen gut für den Kreislauf gewesen ist.

Doch in einem Kommemtar zur Studie (ebenda, pp 188-9) wird die Befürchtung geäußert, dass mit dem Eintritt Polens in die Europäische Union dieser Effekt konterkariert werden könnte. Medical News Today schreibt hierzu:

These Improvements These improvements may be at risk with Poland's recent entrance to the European Union, say the authors. The EU's Common Agricultural Policy "places large scale agricultural production and economics above health", failing to produce the range of foods the population needs, and subsidising animal fats, tobacco and alcohol production.

www.medicalnewstoday.com

Das ist - jenseits aller Verfassung-Debatten - eine Europa-Schelte, die sitzt.

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