Gut gerüstet
Quartalsgewinn von IBM übertrifft Analystenschätzungen

Für das Jahr 2001 sieht sich der Konzern besser gerüstet für die weitere wirtschaftliche Abkühlung in den USA als die Konkurrenz. Im Geschäft mit PCs und Laufwerken müsse man indes mit dem gegenwärtigen Nachfrage- und Preisdruck zurechtkommen, hieß es.

Reuters NEW YORK. Der weltgrößte Computerkonzern IBM hat im vierten Quartal 2000 seinen Gewinn um 28 % gesteigert und damit die Analystenprognosen übertroffen. Der Gewinn je Aktie betrage 1,48 $ verglichen mit 1,12 $ im Schlussquartal 1999, teilte IBM am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit. Analysten hatten einer Umfrage von First Call/Thomson Financial zufolge zuletzt mit einem Gewinn je Aktie von 1,46 $ gerechnet. Für das angelaufene Jahr sieht sich IBM nach eigenen Angaben besser gerüstet für die weitere wirtschaftliche Abkühlung in den USA als seine Konkurrenten. Im Geschäft mit PCs und Laufwerken müsse der Konzern indes mit dem gegenwärtigen Nachfrage- und Preisdruck zurechtkommen, hieß es. Die IBM-Aktie verzeichnete im außerbörslichen Handel im Anschluss an die Ergebnismeldung starke Kursgewinne.

Nach Einschätzung von IBM besteht einige Unsicherheit über das wirtschaftliche Klima in den USA im angelaufenen Jahr. "Andererseits sollte uns unserer breites Portfolio im Vergleich mit unseren Wettbewerbern gut positionieren", sagte IBM-Chef Louis Gerstner. Der Computerhersteller zeigte sich außerdem einverstanden mit den Ergebnisprognosen der Branchenexperten für 2001. "Auf der Grundlage unserer Viertquartalszahlen und nach allem, was wir heute über das Jahr vor uns wissen, können wir mit den Konsensusschätzungen für 2001 gut leben", sagte IBM-Finanzchef John Joyce. Analysten rechnen für "Big Blue" nach einer Umfrage von First Call/Thomson Financial für 2001 im Schnitt mit einem Ergebnis je Aktie von 4,99 $. Die umfangreichen Geschäfte von IBM in Europa und in Asien könnten zudem dazu beitragen, eine eventuelle Verschlechterung der Situation in den USA auszugleichen, teilte der Konzern weiter mit.



Branchenexperten rechneten mit geringerem Umsatz

Nach Angaben von IBM stieg der Nettogewinn im Konzern im vierten Quartal auf 2,7 Mrd. $ nach 2,1 Mrd. im Vorjahr. Der Umsatz sei um sechs Prozent auf 25,6 Mrd. $ geklettert. Ohne Wechselkurseffekte hätte der Anstieg sogar zwölf Prozent betragen, hieß es weiter. Branchenexperten hatten zuvor mit einem etwas geringeren Umsatz von 25,5 Mrd. $ gerechnet. Im Schlussquartal 2000 hatte IBM mit der Auslieferung der siebten Generation seiner Mainframe-Computer begonnen. Analysten hatten vor Bekanntgabe der Quartalszahlen erwartet, dass die Umsätze aus diesem Geschäft dem Konzern helfen würden, eine schwache Nachfrage nach PCs auszugleichen.



Starke Kursgewinne

IBM zufolge erwirtschaftete der Konzern auf dem amerikanischen Kontinent einen Umsatz von 10,8 Mrd. $, was einem Anstieg von drei Prozent entspricht. In den Regionen Europa, Mittlerer Osten und Afrika steigerte IBM die Erlöse um ebenfalls drei Prozent auf 7,4 Mrd. $. Einen stärkeren Umsatzanstieg verzeichnete der Konzern in Asien, wo nach IBM-Angaben mit Umsätzen von fünf Mrd. $ ein Plus von 13 % erwirtschaftet wurde.

Nach Bekanntgabe der Quartalszahlen verzeichnete die IBM-Aktie im außerbörslichen Handel starke Gewinne bei Kursen um die 102-3/8 $. An der Wall Street waren IBM zuvor bereits mit einem Zuwachs von 4,25 % auf 96-11/16 $ aus dem Handel gegangen.

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