Gut positioniert
Deutsche Bank ist für Merck Finck "Outperformer"

Die Privatbank Merck Finck & Co hat die Aktie der Deutschen Bank als "Outperformer" bestätigt. Das heißt, sie sollte sich in den nächsten sechs Monaten um fünf Prozent besser entwickeln als der Deutsche Aktienindex.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktie sei hinsichtlich des Verhältnisses ihrer stillen Reserven und angesichts ihres Buchwertes "günstig", sagte der Analyst Konrad Becker am Donnerstag.

Außerdem sei er optimistisch, dass die Bank beim Kostensparen Fortschritte machen wird, denn schon bei den Halbjahreszahlen war zu sehen, dass die Probleme nicht auf der Ertragsseite liegen sondern bei den Kosten.

"Aber wenn die Bank hier nichts Grundsätzliches macht, kommt sie in ein Problem, dass alles, was sie in Erträgen erwirtschaftet an Kosten wieder weggeht und die Rentabilität weiter sinkt". Hier seien die Neun-Monatszahlen schon ein erster Test, urteilte der Experte. Das Interview von Vorstandssprecher Rolf-Ernst Breuer sei aber ein positives Signal gewesen, dass die Deutsche Bank dieses Problem sehr ernst nimmt. Breuer hatte am Mittwoch weitere Stellenstreichungen nicht mehr ausgeschlossen. Bisher will die Bank 3.600 Arbeitsplätze abbauen.

Die geplanten Wachstumsziele dürften allerdings nicht erreicht werden. Die seien schon im ersten Halbjahr verfehlt worden. Und es sei "kaum vorstellbar, dass im zweiten Halbjahr ein noch stärkeres Wachstum erreicht worden ist, um das wettzumachen". Dagegen sprächen vor allem die Entwicklungen nach dem 11. September. Die konjunkturelle Erholung verschiebe sich nun weiter nach hinten, und da sei nach Ansicht von Becker "der Tiefpunkt noch nicht erreicht".

Im Vergleich zur deutschen Konkurrenz sieht Becker die DB aber dennoch sehr gut positioniert - in den USA sogar besser als die europäischen Wettbewerber. Allerdings habe sie zwei Schwachpunkte: Das europäische Privatkundengeschäft und die Aufwandsquote für Personal und Verwaltung. Aber hier seien weitere Kooperationen nicht ausgeschlossen.

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