Gutachten der Salzburger Staatsanwaltschaft liegt vor
Kaprun: Heizstrahler könnte Katastrophe ausgelöst haben

Ein überhitzter Heizstrahler in einem Waggon der Gletscherbahn von Kaprun könnte das Seilbahnunglück ausgelöst haben, bei dem im November des Vorjahres 155 Menschen ums Leben gekommen waren.

dpa WIEN. Das geht aus einem Gutachten der Salzburger Staatsanwaltschaft hervor. Die Analyse sei zu dem Ergebnis gekommen, dass der im Fußraum installierte Heizstrahler eine Plastikleitung in Brand gesetzt habe, die das Hydrauliksystem mit dem Druckmesser im Führerstand verbindet, berichtete am Freitag die österreichische Tageszeitung "Kronenzeitung".

Der Strahler, der eine Oberflächentemperatur von bis zu 250 Grad Celsius hatte, habe sich nur etwa 15 Zentimeter von der Leitung entfernt befunden. Der Leitungsbrand erkläre nun, warum sich die Türen der Gletscherbahn hydraulisch nicht mehr öffnen ließen. Die endgültige Fassung des Gutachtens soll Anfang September dem Gericht vorgelegt werden. Bisher hatte man vermutet, dass ausgetretene Bremsflüssigkeit und illegale Holzeinbauten in den Gletscherbahnwaggons den Brand angefacht hätten. Bei der Katastrophe waren auch 37 Deutsche getötet worden.

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