Gute Chancen im Handwerk
Kaiserslautern und Mainz werben für Handwerksberufe

Solides Handwerk bietet auch Profifußballern eine sichere Basis. Mit dazu beitragen soll die neue Kampagne „Kick dich ins Handwerk“, die für eine Ausbildung in Handwerksberufen werben soll.

HB/ire DÜSSELDORF. Kaiserslauterns Team-Manager Andreas Brehme, Nationalspieler Miroslav Klose und Mainz-05-Torhüter Dimo Wache haben vieles gemeinsam. Die drei Fußballprofis beweisen nicht nur im Stadion Engagement und Einsatzfreude, sondern gelten auch als zuverlässig und bodenständig. Ein Grund für die Bodenständigkeit mag in ihrer beruflichen Vergangenheit liegen. Neben der perfekten Ballbeherrschung erlernten sie ein solides Handwerk: Andy Brehme als Kfz-Mechaniker, Miroslav Klose als Zimmermann und Dimo Wache als Fleischermeister.

Diese Stationen in den Lebensläufen der Profikicker sollen jetzt einem größeren Publikum bekannt gemacht werden. Dafür sorgt eine neue Kampagne des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums, der dortigen Handwerkskammern sowie des Deutschen Handwerksblatts (DHB). Auch die Offiziellen und die Lizenzspieler der Bundeligavereine 1. FC Kaiserslautern und 1. FSV Mainz 05 unterstützen die Aktion "Kick dich ins Handwerk", die für eine Ausbildung in Handwerksberufen werben soll.

Denn die deutschen Handwerksbetriebe plagt der Nachwuchsmangel. "Aufgrund der rückläufigen Zahlen der Schulabgänger sind in den alten Bundesländern zahlreiche Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben", berichtet ZDH-Generalsekretär Hanns-Eberhard Schleyer dem Handelsblatt. Für Profisportler hingegen ist eine zusätzliche Ausbildung eine gute Absicherung auch gegen plötzliche Unglücksfälle, die ein schnelles Ende der Karriere bedeuten können. Wer beispielsweise in den Genuss der Fußballförderung des 1. FC Kaiserslautern kommen will, muss gleichzeitig eine schulische oder berufliche Ausbildung absolvieren. FCK-Spieler Miroslav Klose bestand seine Gesellenprüfung gar mit der Note Eins. "Falls es mit dem Fußball nicht hingehauen hätte, hätte ich mich eventuell als Zimmerer selbstständig gemacht", sagt der 23-jährige Stürmer.

Und gerade in diesem Bereich stünden die Chancen derzeit nicht schlecht. Denn die Inhaber von rund 200 000 Handwerksbetrieben suchen innerhalb der nächsten fünf Jahre einen Nachfolger.

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