Gute Investition
Mit Drägerwerk guten Schnitt gemacht

Wer in den vergangenen zwölf Monaten in der Drägerwerk AG, Lübeck, investiert war, hat einen guten Schnitt gemacht. Seit April 2001 hat der Aktienkurs einen Sprung von unter neun EUR auf knapp 14 EUR gemacht, ein stattliches Plus von rund 60 Prozent.

HB/ vwd LÜBECK. Und das bei ansehnlichen Umsatzvolumina von börsentäglich 15.000 bis über 25.000 gehandelten Stücken. Die einjährige Restrukturierung vor allem im Bereich der Medizintechnik hat die Gesellschaft nicht nur für Fonds interessant gemacht, die sich wieder stärker engagieren. Auch in den Ertragszahlen spiegelt sich der Erfolg. Nach einem Jahresfehlbetrag von über 58 Mio EUR im Jahr 2000 - ausgelöst vor allem durch einen Restrukturierungsaufwand von knapp 48 Mio EUR - wurde für 2001 ein Plus von zehn Mio EUR verzeichnet.

Dräger ist ein schleswig-holsteinisches Traditionsunternehmen. Hervorgegangen ist die familiengeführte Gesellschaft aus einer 1889 gegründeten Armaturenfabrik, die zunächst Druckmesser und Ventile produzierte. Heute ist Dräger in der Medizin- Sicherheits- und Luftfahrttechnik aktiv mit Niederlassungen in über 100 Ländern. Mit rund 5.000 Beschäftigten ist der Konzern der größte industrielle Arbeitgeber in Schleswig-Holstein. Weltweit zählt Dräger 9.535 Mitarbeiter. Der Umsatz im vergangenen Jahr stieg nach Unternehmensangaben auf 1,26 (1,14) Mrd EUR.

Auch weiterhin könnte die Aktie Kurspotenzial bergen. Die Restrukturierungsmaßnahmen sollen nach früheren Angaben bis zum Jahr 2003 ein Produktivitätssteigerungspotenzial von 250 Mio DEM freisetzen. Für das laufende Jahr plant der Vorstand ein Umsatzwachstum von fünf Prozent bei einem deutlich überproportionalem Ergebnisplus. Auch Akquisitionen werden nicht ausgeschlossen. Zwar sind an der Börse nur die Vorzüge seit 1979 notiert, aber die angestrebte Glättung der Quartalsberichte dürfte dem Wert auch dazu dienen, mittelfristig eine Aufnahme in den SMax zu bescheren.

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