Gute Konjunkturdaten
USA: Einzelhandelsumsatz unerwartet stark gestiegen

Die Einzelhandelsumsätze in den USA sind im April im Vergleich zum Vormonat überraschend deutlich um 1,2 % auf saisonbereinigt 300,267 Mrd. $ gestiegen.

vwd WASHINGTON. Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem Anstieg um lediglich 0,6 % gerechnet. Die Umsätze ohne Kfz erhöhten sich den Angaben des US-Handelsministeriums vom Dienstag zufolge um glatt ein Prozent. Hier war ein Zuwachs um 0,5 % erwartet worden.

Für den März gab das Ministerium einen Anstieg von revidiert 0,1 (vorläufig: plus 0,2) % für die Gesamtrate an. Die Veränderung ohne Kraftfahrzeuge wurde auf plus 0,3 (vorläufig: plus 0,4) % revidiert.

Ökonomen zeigten sich überrascht von den Daten, waren sie doch im Vorfeld davon ausgegangen, dass der prognostizierte Zuwachs bei den Einzelhandelsumsätzen vor allem auf Preissteigerungen bei Benzin und hohe Absatzzahlen der Automobilbranche zurückzuführen sei. Letztere verzeichnete ein Umsatzplus von 1,9 %, nach einem Minus von revidiert 0,8 % im März. Der private Konsum macht in den USA zwei Drittel des Bruttoinlandsprodukts aus. Angesichts der robusten Konsumlaune dürften auch die Hoffnungen auf eine deutliche Erholung der US-Wirtschaft Auftrieb erhalten.

Die internationalen Finanzmärkte reagierten freundlich auf die Daten. Sowohl der Dax wie auch der Nemax 50 konnten zulegen. Auch der S&P-Future klettert eine knappe Stunde vor Eröffnung der US-Börsen um 1,1 %, der Future auf den Nasdaq-100-Index erhöhte sich um 2,6 %. Unter Druck geraten dagegen der Euro und die Bundesanleihen. Die europäische Einheitswährung sinkt auf 0,9028 (0,9063) $ und der Bund-Future auf 105,13 (105,28).

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