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Gute Laune an der Börse

What a difference a day makes! Nachdem Investoren gestern Morgen bereits mit dem Schlimmsten gerechnet hatte, befinden sich die wichtigsten US-Indizes heute in Rallye-Stimmung. Erfreuliche Quartalszahlen und eine aufmunternde Greenspan-Rede beflügeln die Märkte.

Gute Ergebnisse von Technologie-Unternehmen Microsoft und Sun Microsystems und die überraschend guten Quartalsdaten von Nokia setzten die Impulse und sorgen am Donnerstag für Erholung an der Wall Street.



Alan Greenspans Worte hören Investoren heute gern. Der Notenbankchef sieht augenblicklich wenig Gründe, die Zinsen anzuheben. Der Technologieboom sorge dafür, das Unternehmen kosteneffizienter arbeiten können und helfe somit die Inflation gering zu halten. Der hohe Ölpreis sei keine Bedrohung, da Öl für die Wirtschaft nicht mehr die Bedeutung habe wie früher. Und obwohl auch Amerikaner mehr für Benzin und Heizöl zahlten, sei das Wachstum der Konsumentenausgaben in Ordnung.



Für Investoren dürften Inflationsängste also erstmal kein Thema mehr sein. Von den beruhigenden Worten profitieren die zinssensitiven Finanzwerte. J.P. Morgan steht zum Mittag unter den Gewinnern der 30-US-Standardwerte.



Microsoft

zieht mit 18 Prozent Kurszuwachs beide New Yorker Indizes in die Höhe und hilft heute den Technologiewerten zu florieren. Auch Sun Microsystems kann zulegen. Der Computerhersteller hatte zwar die gestern begonnene Rally mit angetrieben, konnte aber selber am Mittwoch noch nicht besonders von Kursgewinnen profitieren. Doch am Mittag notiert Sun Microsystems schon bei fast sechs Prozent im Plus.



Die guten Quartalszahlen von Texas Instruments, Broadcom und Rambus belohnen die Anleger mit kräftigen Käufen der Werte. Alle Aktien können zulegen. Nahezu 50 Prozent der Werte des S&P Index haben jetzt Quartalsgewinne gemeldet, die gegenüber dem Vorjahreszeitraum um durchschnittliche 17 Prozent gestiegen sind.



Phänomenale Wachstumsaussichten bei Nokia treiben den Telekommunikationssektor in die Höhe. Auch Vodafone und Qualcomm tendieren stärker.



Unter den Biotechnologiewerten leidet Immunex. Das Unternehmen hat zwar mit seinen Quartalszahlen die von der Wall Street erwarteten Prognosen erfüllt. Doch die Aktie fällt, nachdem bekannt wurde, dass der Hauptanteilseigner American Home Products große Aktienmengen verkaufen wird. Am Mittag hält Immunex den Nasdaq-Verliererplatz inne.



Eli Lilly

drückt den Pharmasektor. Der Konzern hat die Gewinnerwartungen im dritten Quartal erfüllt, doch ist der Absatz des Antidepressiva Prozac um ein Prozent gefallen. Der Blockbuster ist zudem verstärkter Konkurrenz ausgesetzt. Die Entwicklung eines Nachfolgers von Prozac wurden zunächst eingestellt.



Und Apples Wurm frisst weiter. Nach der Gewinnwarnung blieb der Computerriese immer noch einen Cent unter den Erwartungen und wies nun einen Gewinn von 30 Cents pro Aktie aus. Apple fällt um rund vier Prozent.

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