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Gute Nachrichten – schlechte Nachrichten

Ein guter Rat für Anleger: Laufen Sie einzelnen Nachrichten nicht hinterher!

Manchmal können sogar schlechte Nachrichten für die Börse gut sein. Übrigens: Der Papierkorb ist der beste Freund des Journalisten. Wenn Sie wüssten, was der tagtäglich schlucken muss. Und nur ein Bruchteil der ungezählten Pressemitteilungen ist für den Kapitalmarkt wirklich relevant.

Dass schlechte Nachrichten manchmal zu Kurs-Steigerungen führen, haben Sie schon vor Jahren beobachten können: Große Aktiengesellschaften leiteten damals Umstrukturierungsprozesse ein. Ziel: Unrentables Geschäft los werden, Konzentration auf wachstums- und gewinnträchtige Aktivitäten. Solche Nachrichten waren in aller Regel - und sind es noch - mit Personalabbau verbunden. Damals wurden Meldungen über Massenentlassungen von der Börse deshalb positiv aufgenommen, weil das Börsenklima gut war, weil die Anleger bereit waren, auf die Zukunft zu setzen - gemäß dem Motto: Nach den schmerzlichen Einschnitten geht?s mit dem Unternehmen aufwärts.

Ein zweites Phänomen ist, dass an sich schlechte Zahlen aus der Wirtschaft zu steigenden Kursen führen, wie gestern nach Bekanntgabe des Ifo-Index geschehen. Warum das? Nun, die Börse gleicht so oft wie möglich ihre Erwartungshaltung mit der Realität ab. Sind die tatsächlichen Zahlen dann besser als zuvor befürchtet, werden die Kurse, in denen das Schlechtere "eingepreist" war, nach oben korrigiert.

Leider kann man solche Entwicklungen nicht berechnen, auch sind derartige Kursreaktionen oft nur auf einen Tag oder gar nur wenige Minuten begrenzt. Laufen Sie also den einzelnen Nachrichten nicht hinterher! Derzeit ist die Börse noch nicht bereit, auf eine bessere Zukunft zu setzen. Erst wenn Analysten und Anlageberater aus den schlechten Nachrichten wieder den Silberstreifen am Horizont herauspicken, ist das ein Signal für Stimmungsbesserung.

Machen Sie?s gut - bis morgen!

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