Gute Perspektiven für Fachkräfte und Akademiker
"Jobmaschine" kleine und mittlere Unternehmen

adx KÖLN. Gut jedes dritte Unternehmen in Deutschland will in den nächsten drei Jahren zusätzliche Arbeitskräfte einstellen. Nur knapp jedes siebte plant hingegen, Personal abzubauen. Das geht aus der jüngsten Personalbedarfsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hervor. Beschäftigungsmotoren seien weiterhin die kleinen und mittleren Betriebe, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung. Aber auch viele der in der Vergangenheit wegen ihrer Rationalisierungsprogramme stark kritisierten Großunternehmen wollten ihre Belegschaften aufstocken. Laut IW tun sich "hervorragende Perspektiven" für Fachkräfte und Akademiker auf. Für Un - und Angelernte dagegen würden die Aussichten am Arbeitsmarkt noch magerer.

Je kleiner der Betrieb, desto höher der Bedarf

Die Umfrage ergab im Einzelnen, dass die kleineren Betriebe mit 10 bis 49 Mitarbeitern die Aktivsten in punkto Beschäftigung sind. Über die Hälfte dieser Unternehmen wolle mehr Personal einstellen. Lediglich 6 % der Befragten gingen davon aus, dass Arbeitsplätze wegfallen müssen. Mit zunehmender Betriebsgröße nehme der Personalbedarf dann erst einmal ab, bleibe aber unterm Strich positiv.

Wie das IW betont, sind erstmals seit dem Start der Befragung 1997 auch die großen Betriebe guter Dinge: Nahezu jedes dritte Großunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern plane, beim Personal aufzustocken. Nur jeder vierte Betrieb gehe davon aus, dass er Arbeitsplätze abbauen muss. Besonders hoch sei die Nachfrage bei Firmen, die mehr als 5 000 Mitarbeiter zählen. Das waren bislang die Unternehmen, die in der Vergangenheit wegen des kostenbedingten Personalabbaus besonders im Kreuzfeuer der Kritik standen. "Der positive Beschäftigungstrend, der bereits im Vorjahr begann, setzt sich damit nicht nur fort, sondern beschleunigt sich auf breiter Basis", kommentiert das IW die Ergebnisse der Umfrage.

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