Gute Prognose
Minister sagt Briten kräftiges Wachstum voraus

Das Land werde sich nach dem Krieg rasch erholen, so Finanzminister Gordon Brown. Großbritannien werde deutlich stärker wachsen als die Länder der Eurozone.

dpa LONDON. Der britische Finanzminister Gordon Brown hat für die Zeit nach dem Irak-Krieg für sein Land rasche finanzielle Erholung mit kräftigem Wachstum vorausgesagt. Bereits in diesem Jahr sei mit einem Wirtschaftswachstum von bis zu 2,5 % zu rechnen, im kommenden Jahr sogar mit bis zu 3,5 %, sagte Brown am Mittwoch in London bei der Vorstellung des Haushalts 2004 im Unterhaus. "Gemeinsam mit den USA werden wir in diesem Jahr die am schnellsten wachsende Wirtschaft innerhalb der G-7 haben", sagte der Minister.

Nach den Worten Browns überflügele Großbritannien damit bei weitem die Länder der Eurozone. Dies sollte allerdings noch nicht als Empfehlung für oder gegen den Beitritt des Königreichs zum Euroland aufgefasst werden. Eine entsprechende Bewertung, ob die Bedingungen für die Übernahme des Euro stimmen oder nicht, werde er erst in der ersten Juniwoche abgeben, sagte der Schatzkanzler.

Angesichts der Aussichten werde an den geplanten Milliarden- Ausgaben für Gesundheit und Bildung festgehalten, sagte Brown weiter. Gleichwohl seien Steuererhöhungen unvermeidlich. Die Neuverschuldung für dieses Jahr bezifferte Brown mit insgesamt 27 Mrd. Pfund (40,5 Mrd. ?). Dies ist weniger als von Analysten vorausgesagt.

Außerdem werden im britischen Haushalt die Mittel für den Irak kräftig aufgestockt. Brown plant 240 Mill. Pfund (360 Mill. ?) für die humanitäre Hilfe ein, die zum Wiederaufbau des Landes nach Ende des Krieges dienen sollen. Nach vorherigen Ankündigen teilte Brown in seiner finanziellen Vorausschau nun offiziell mit, dass die Kriegskasse für den Irak mit drei Mrd. Pfund (4,5 Mrd. ?) gefüllt ist. Bislang waren im Haushalt 1,75 Mrd. Pfund (2,6 Mrd. ?) für die Kosten des Krieges eingeplant.

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