Gute Prognosen für das nächste Jahr
Daewoo glaubt weiterhin an Erfolg in Deutschland

Der ins Trudeln geratene südkoreanische Automobilkonzern Daewoo glaubt unberirrt an einen Markterfolg in Deutschland.

ddp BREMEN. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp sagte der Geschäftsführer der Deutschland-Niederlassung von Daewoo, Hyung-Seob Eom, am Donnerstag in Bremen, "zur Zeit" arbeite der Insolvenzverwalter am so genannten Insolvenzplan, "der das Unternehmen langfristig für den deutschen Markt absichern soll". Das Insolvenzverfahren in Deutschland war im Februar dieses Jahres eröffnet worden. Einen möglichen Abschlusstermin nannte Eom nicht.

Unterdessen muss Daewoo sowohl mit einem schrumpfenden Händlernetz als auch mit Zulassungsrückgängen auf dem deutschen Markt kämpfen. In Deutschland gibt es Eom zufolge derzeit 283 Vertragspartner (115 Ost / 168 West). Im vergangenen Jahr waren es noch 300 Händler. Der Rückwärtsgang wurde auch bei den Verkäufen eingelegt. Wurden 1999 noch an 11.650 Daewoo-Fahrzeuge erstmals Kennzeichen geschraubt, belief sich die Zahl der Neuzulassungen bis Oktober dieses Jahres auf nur 8.964 Fahrzeuge. Bereits für das kommende Jahr "sind wieder 12.000 bis 13.000 Einheiten geplant", sagte Eom.



Umsatzzahlen sollen im nächsten Jahr steigen

Die diesjährige Umsatzerwartung bezifferte der Deutschland-Chef auf circa 213 Mill. Mark gegenüber 231 Mill. Mark im Jahr zuvor. Doch schon im kommenden Jahr wolle man einen Umsatz von 270 Mill. Mark erreichen. Hinsichtlich der Gewinn- und Verlustzahlen betonte Eom, "durch die Insolvenzsituation sind auch für 1999 noch keine geprüften Zahlen vorhanden".

Zur Zeit besteht die Modellpalette von Daewoo in Deutschland aus vier Fahrzeugen: Matiz, Lanos, Nubira und Leganza. Alle Modelle erhielten zum neuen Modelljahr ein kleineres (Lanos, Nubira, Leganza) oder größeres (Matiz) Facelift. Im kommenden Frühjahr soll der Kompakt-Van Rezzo mit einem Zwei-Liter-Motor das Geschäft beleben, und für Sommer ist eine 1,6-Liter-Version angekündigt.

Hinsichtlich der Versorgung mit Fahrzeugen und Ersatzteilen sah Eom keine Probleme. "Zur Zeit gibt es keine Engpässe", betonte er. Sollte es jedoch zu Engpässen bei der Lieferung von Ersatzteilen kommen, hätten die Importeure über ihre nationalen Ersatzteillager sowie über das Europalager in Holland und den möglichen Austausch untereinander einen Puffer, mit dem sich auch längere Zeiträume überbrücken ließen. "Darüber hinaus haben wir direkten Kontakt zu den Zulieferern weltweit aufgenommen, um im Notfall einzelne Teile direkt importieren zu können", versicherte der Daewoo-Geschäftsführer.

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