Gute Quartalszahlen und Wachstumsaussichten
US-Aktien: Futures deuten auf eine Erholung

Eine Reihe guter Quartalszahlen und positiver Wachstumsaussichten geben den New Yorker Börsen am Dienstag wieder Aufwind. Auch die Futures deuten auf einen positiven Handelsstart. Nach der gestrigen Korrektur, die den Nasdaq Index mit fünf Prozent Verlust unter der 3.000-Punkte-Marke zurückließ, könnte heute insbesondere der Glasfasersektor mit dem Zugpferd Nortel in die Höhe schnellen.

NEW YORK. Nortel, der weltgrößte Hersteller von Glasfaser- und Kommunikationstechnologie zeigte sich auf einer Analystenkonferenz ausgesprochen zuversichtlich, was die Wachstumsprognosen für das vierte Quartal betrifft. Im ersten Quartal des Fiskaljahres 2001 sei mit einem Umsatz von 8,1 bis 8,3 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 16 Cents pro Aktie zu rechnen. Die Investment Bank Credit Suisse geht davon aus, dass sich das Nortel Management auch in der heutigen Analystenkonferenz positiv über die Wachstumsaussichten äußern wird. Auch andere Glasfaserausstatter wie Corning, Juniper Networks und JDS Uniphase tendieren vorbörslich stärker.



Agilent

Technologies kann schon vorbörslich kräftig zulegen. Die ehemalige Hewlett-Packard Tochter und Hersteller von Testgeräten erwirtschaftete im vierten Quartal einen Gewinn von 305 Millionen Dollar oder 66 Cents pro Aktie. Damit konnten die durchschnittlichen Ertragsschätzungen um 13 Cents geschlagen werden. Zudem bestätigte Agilent die Zukunftsprognosen. Die Investment Bank Goldman Sachs empfiehlt den Wert vor Börseneröffnung als überdurchschnittlicher Marktperformer.



Medtronic

konnte im zweiten Quartal die Gewinne um 21 Prozent auf 314,1 Millionen Dollar steigern. Damit lag der Gewinn des Weltmarktführers für Medizintechnologie pro Aktie mit 26 Cents im Rahmen der Ertragsschätzungen. Im Berichtszeitraum konnte der Umsatz um 14 Prozent auf 1,36 Milliarden Dollar ausgeweitet werden. Das Management hat in den vergangenen Quartalen die Produktpalette durch Zukäufe erfolgreich ausgeweitet. Die Wachstumsraten der neuen Sparten übersteigen das Niveau des Kernbereiches mit Herzschrittmachern. Goldman Sachs rät weiterhin zum Kauf der Aktie. Die neuen Produktlinien, gekoppelt mit der soliden Geschäftsperformance im abgeschlossenem Quartal machen die Aktie weiterhin kaufenswert.



Lucent Technologies hat vor Börsenbeginn Fragen aufgeworfen, was die Buchung von Umsätzen über 125 Millionen Dollar betrifft. Daher kann der Netzwerkausstatter die Gewinnaussichten für das nächste Quartal und das kommende Jahr nicht bestätigen. Für das vierte Quartal reduziert Lucent die Prognosen vorerst um zwei Cents pro Aktie.



Schlechte Aussichten belasten Automobilwerte wie General Motors, Ford und DaimlerChrysler. Die nachlassende Nachfrage nach Kleintransportern und steigende Lagerbestände deutet auf eine sinkende Auslastungsrate der Fabriken und nachlassende Profitabilität. Vor allem bei General Motors deuten steigende Lagerbestände auf baldige Produktionskürzungen. Die Verkaufzahlen im November dürften auf breiter Front enttäuschend ausfallen. Goldman Sachs erwartet, dass General Motors Gewinneinbußen von fünf Prozent, DaimlerChrysler ein Minus von sechs Prozent und Ford ein Minus von sogar neun Prozent hinnehmen mussten. Trotz hoher Rabatte bei den neuen Minivans, dürften die Verkaufszahlen deutlich unter den Prognosen des Managements liegen.

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