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Gute Stimmung am Mittag

Der Nasdaq Index kann mit einem Plus von fast fünf Prozent am Mittag zuversichtlich in den November blicken, von dem sich Anleger eine bessere Börsenzeit erhoffen. Nach gestrigen Kursverlusten gehen die Investoren heute auf Tech-Aktien-Schnäppchenjagd. Auch der Dow Jones Index tendiert in der Gewinnzone.

Zugpferd des Dow ist am Mittag IBM. Der Computerriese geht mit Nippon Telegraph und Telephone (NTT) eine Internet Service Allianz ein. Im Rahmen der Zusammenarbeit erhält IBM einen Auftrag über 13,78 Milliarden Dollar und übernimmt den Informationstechnologie-Service für den Computerbereich von NTT.



Auch NTTs Mobilfunkbereich interessiert sich für den amerikanischen Markt. Nach Angaben der Financial Times will sich NTT DoCoMo sich bei AT&T Wireless einkaufen. Die japanische Mobilfunkgesellschaft wird demnach Anteile am Mobilfunkbereich des amerikanischen Telefonriesens erwerben. AT&T Wireless gewinnt über sechs Prozent.



Gute Zahlen und positive Umsatzaussichten des europäischen Netzwerk- und Kommunikationsausstatters Alcatel aktivieren Kursgewinne bei Netzwerk- und Telekommunikationsausstattern. Alcatel konnte die Gewinne für das dritte Quartal sogar verdreifachen. Cisco Systems, JDS Uniphase, Nortel und Lucent legen zu.



Xilinx

bekommt Wind durch gute Analystennoten. Merrill Lynch hat den Hersteller von programmierbaren Chips in die "Focus 1 Liste" aufgenommen. Xilinix lässt sich am Mittag unter den Nasdaq 100 Gewinnern finden.



Nur der Konsumsektor und insbesondere der Bereich der Haushaltsgeräte steht unter Druck. Obwohl Procter & Gamble die Analystenerwartungen mit einem Gewinn von 88 Cents pro Aktie treffen, stoßen die Anleger den Wert ab. Der Grund: Der Konsumartikel-Hersteller musste für das vergangene Quartal einen Gewinnrückgang von 2,4 Prozent verbuchen.



Warnsignale für die Zukunft der Konsumentwicklung übermittelt zudem der Index des Konsumentenvertrauens. Der Index erreichte mit 135,2 Punkten im Oktober den niedrigsten Stand seit einem Jahr und liegt unter den unter den Analystenerwartungen. Der Index gilt als Indikator für die Entwicklung der Konsumausgaben. Sinkt das Konsumentenvertrauen, werden aller Voraussicht nach auch die Ausgaben der Verbraucher in Zukunft abnehmen. Bei der momentanen Lage hätten die Anleger einen Indexwert im Rahmen der Erwartungen oder leicht darüber lieber gesehen. In Zeiten steigender Energiepreise und volatiler Aktienmärkte sind negative Überraschungen wahrscheinlicher. Eine stabile Konjunkturentwicklung hätte in diesem Fall für mehr Zuversicht gesorgt. Investoren sollten dieses Zeichen jedoch nicht überbewerten. Denn es gehört bereits seit elf Jahren förmlich zur Tradition, dass das Konsumentenvertrauen im Monat Oktober leicht zurück geht.



Expedia und eToys konnten den Anlegern bessere Ergebnisse vorlegen, als von den Analysten erwartet. Das Online-Reiseunternehmen Expedia erstaunte die Experten mit einem Verlust von vier Cents gegenüber einem geschätzten Verlust von 26 Cents. Im zweiten Quartal 2002 will Expedia endlich die Gewinnzone erreichen. Die Aktie von Expedia hat sich am Mittag bereits verdoppelt. Internet-Spielzeugvertrieb eToys fuhr einen Verlust von 33 Cents pro Aktie im Vergleich zu 27 Cents im Vorjahr ein. Die Konsensschätzungen lagen bei 35 Cents pro Aktie. Der Umsatz konnte parallel um 12,7 Millionen Dollar auf 26 Millionen Dollar gesteigert werden. Der Titel legt leicht zu.



Ein merkwürdiges Gerücht trifft die Aktien von Rambus. Laut des Internetdienstes Briefing.com will der Nachrichtendienst "Electronic Buyers" aus internen Dokumenten von Intel erfahren haben, dass bis Mitte des Jahres 2001 der Chiphersteller die Rambus Technologie auf den meisten Computerplattformen streichen will. Die Aktie verliert rund 18 Prozent.

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