Gute Stimmung bei den Löwen
Kamerun will WM-Geschichte schreiben

Kameruns "unbezähmbare Löwen" haben ihren nach strapaziöser Anreise reichlichen Nachholbedarf an Schlaf gestillt. Nun wollen sie WM-Geschichte schreiben. "Langsam steigt das WM-Fieber. Ich freue mich unheimlich auf meine erste WM" sagte Kameruns deutscher Trainer Winnie Schäfer am Mittwochabend (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz in Nakatsue.

dpa NAKATSUE/JAPAN. Die Erben des legendären Stars Roger Milla, der Kamerun bei der WM 1990 in Italien mit seinen Lambada-Einlagen nach Torerfolgen auf die Landkarte des Weltfußballs "tanzte", haben nach ihrem Olympiasieg von Sydney 2000 auch beim bedeutendsten Event des Weltfußballs Großes vor. "Wir wollen alles gewinnen", meinte Kapitän Rigobert Song vom 1. FC Köln voller Selbstbewusstsein.

Am Mittwoch hatte der Afrika-Champion mit einem Training erstmals unter Ausschluss der Öffentlichkeit seine Vorbereitungen auf den WM- Start in der deutschen Gruppe E am Samstag (8.30 Uhr) in Niigata gegen Irland intensiviert. An dem zwei Meter hohen Zaun wurde ein riesiger weißer Vorhang herunter gelassen. Auf dem schmucken Trainingsgelände des Taio Sports Center mit drei perfekt gestylten Spielfeldern von unterschiedlicher Rasenlänge und-qualität simulieren die Kameruner akribisch die Platzverhältnisse in den drei Vorrunden-Stadien von Niigata, Saitama (6. Juni gegen Saudi-Arabien) und Shizuoka (11. Juni gegen Deutschland).

"Wir haben hier traumhafte Trainingsbedingungen. Das Drumherum ist die reinste Schwarzwald-Idylle", schwärmt Schäfer von dem ersten "Basis-Camp", in dem sich die Kameruner bei sonnigem Wetter und Temperaturen um 25 Grad wohl fühlen. Deshalb wurde auch der Aufenthalt kurzfristig verlängert. Auch dass für den Samstag Regen am Spielort Niigata prognostiziert wurde, was am Mittwoch zur prompten Rasensprengung in Nakatsue durch den Platzwart führte, ficht sie nicht weiter an. Am Abend stimmten sie sich bei einer folkloristischen "irischen Nacht" schon mal auf den Gegner ein.

Die medizinische Abteilung um die beiden Mannschaftsärzte Olivier Asamba und den Karlsruher Orthopäden Heinz-Walter Löhr hat wenig Arbeit. Der Heilungsprozess beim seit Wochen an einer Verletzung am Sprunggelenk laborierenden Stürmerstar Patrick Mboma vom FC Sunderland macht sichtbare Fortschritte. Beim 2:2 im letzten WM-Test gegen England deutete Mboma mit seinem 60-Minuten-Einsatz an, dass er sogar schon gegen Irland auflaufen könnte. Schäfer: "Ich hoffe, dass es mit Patrick klappt."

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