Gute Stimmung bei Technologiewerten
SAP legt kräftig zu

Nachdem der Deutsche Aktienindex (Dax) im Tagesverlauf ein Hoch bei 5980 Punkten erreicht hatte schloss das wichtigste deutsche Kursbarometer mit 5922,53 Punkten rund 0,9 % über seinem Vortagesschluss. Die grundsätzlich gute Stimmung bei den Technologiewerten setzte sich auch europaweit durch. Der Dow-Jones-Stoxx-Index für den Technologiesektor zog um rund 1,7 % an. Ebenfalls im Aufwind präsentierten sich die Finanztitel, nachdem die US-Investmentbank Lehman Brothers einen über den Erwartungen liegenden Quartalsgewinn mitgeteilt hatte.

Reuters FRANKFURT. Jason Forde, Fondsmanager bei Maintrust, geht davon aus, dass sich das SAP -Papier in den kommenden drei Monaten an die Marke von 200 Euro annähern wird. "Der Markt hatte erwartet, dass sich die wirtschaftliche Situation bis Juni erholt, und war enttäuscht, dass sich bis dahin nichts getan hatte." Da die Zinssenkungen in den USA seit Beginn des Jahres aber erst nach sechs bis neun Monaten ihre Wirkung zeigten, könne man mit einer Besserung der Wirtschaftslage erst im dritten Quartal rechnen, prognostizierte Forde. "Und die Aktien von SAP gehören mit Sicherheit zu denen, die am meisten von einer wirtschaftlichen Erholung profitieren." Große Investmenthäuser raten in der nahen Zukunft aber weiterhin zu Vorsicht bei Software-Titeln. Analysten von Goldman Sachs erwarten, dass weitere Firmen bis Juli ihre Prognosen nach unten revidieren werden.

Kursgewinne verbuchten auch die Aktien von Siemens , die um 1,7 % auf 74,60 Euro stiegen. Die Titel der Deutsche Bank kletterten im Sog der positiven Lehman-Quartalszahlen um rund zwei Prozent auf 86,10 Euro.

Zu den größten Verlierern im Dax zählten die Anteilsscheine der Lufthansa , die nach einer Gewinnwarnung des Mutterunternehmens von Amercian Airlines um fast drei Prozent auf 19,45 Euro fielen. AMR Corp. hatte am Montag mitgeteilt, im zweiten Quartal einen Verlust von mehr als 100 Mill. US-Dollar zu erwarten. Händler sagten zudem, mögliche Forderungen des Bodenpersonals nach dem jüngsten Tarifstreit mit den Piloten, könnten die Papiere zusätzlich belasten.

Die größten Verlierer waren allerdings die Aktien von Infineon mit einem Abschlag von 3,7 % auf 34,95 Euro. Sie erreichten damit den niedrigsten Stand seit Anfang März, wo die Papiere ihr bisheriges Jahres-Tief bei 33,70 Euro markierten. Seit der Zeit war der Wert um fast 50 % gestiegen. Händler machten für den Kursrückgang die Schwäche bei den US-Halbleiterwerten sowie die jüngsten Gewinnwarnungen mehrerer Technologiefirmen wie vor allem Nokia oder Philips verantwortlich.



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