Gute Vorgaben aus den USA
Neuer Markt weiter freundlich

Die Woche vor Ostern verläuft an den Börsen zunächst weiter freundlich. Der Nemax 50 gewann 3,7 % auf 1 416 Punkte hinzu. Am Montag hatten die wichtigsten Werte am Neuen Markt entgegen allgemein freundlicher Stimmung an Wert verloren. Das Börsenbarometer Dax am Dienstagvormittag um rund 1,7 % auf 5 876 Punkte. Händler begründeten den Aufwärtstrend mit den guten Vorgaben aus den USA.

dpa/rtr HAMBURG. Wegen der ruhigen Nachrichtenlage verhielten sich die Anleger am Neuen Markt aber sehr abwartend, sagte ein Händler. Der Markt warte auf Impulse aus den USA. Am Dienstag werden die Quartalszahlen des Telekommunikationskonzerns Motorola erwartet, am Mittwoch wird der Internet-Dienstleister Yahoo! seine Geschäftszahlen der abgelaufenen drei Monate bekannt geben. Im Mittelpunkt des Handels standen die Papiere der Kontron Embedded Computer AG.

Die Nasdaq hatte am Vortag mit einem Plus von 1,47 % bei 1745 Punkten geschlossen. Beflügelt wurde die Nasdaq vom Kursanstieg des Internethändlers Amazon, dessen Papiere sich um über 33 % verteuerten, nachdem das Unternehmen für das erste Quartal 2001 einen geringeren Proforma-Nettoverlust pro Aktie als von Analysten erwartet angekündigt hatte.

Im Mittelpunkt des Handels standen die Papiere der Kontron Embedded Computer AG, die zeitweise knapp 7 % auf 36 Euro zulegen konnten, bis 12 Uhr MESZ aber auf einen Anstieg von rund 5  zurückfielen. Am Morgen hatte das Unternehmen bekannt gegeben, im ersten Quartal 2001 einen Umsatz von knapp über 100 Mill. DM nach 39,5 Mill. DM im entsprechenden Vorjahresquartal erwirtschaftet zu haben. Der Hersteller von miniaturisierten Computern sei zuvor in internen Prognosen von einem Zielwert von rund 85 Mill. DM ausgegangen, teilte das Unternehmen auf Nachfrage mit.

Advanced Medien unter Druck

Unter den kleineren Werten ragten die Papiere von Emprise Management Consulting heraus, die sich um über 11 % auf vier Euro verteuerten. Zuvor hatte der Software- und IT-Beratungsspezialist mitgeteilt, drei Auslandsgesellschaften zu schließen. Die drei Firmen hätten im Geschäftsjahr 2000 bei einem gemeinsamen Umsatz von 10,6 Mill. DM einen Verlust von 10,2 Mill. DM erzielt und seien damit für rund 30 % des Konzern-Verlustes vor Zinsen und Steuern (Ebit) verantwortlich, teilte das Unternehmen am Dienstag in einer Pflichtveröffentlichung mit.

Unter großem Verkaufsdruck standen hingegen die Aktien von Advanced Medien, die über 14 % leichter tendierten und auf 0,78 Euro fielen. Am Montag nach Börsenschluss hatte das Medienunternehmen bekannt gegeben, im Geschäftsjahr 2000 einen Konzernverlust von 71,8 Mill. DM verzeichnet zu haben.

Advanced Medien verzeichnet Konzernverlust

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