Gute Vorgaben der New Yorker Börsen
Freundlicher Auftakt in Frankfurt erwartet

Die deutschen Standardwerte werden am Freitag etwas fester eröffnen, sagten Börsianer. Nach den freundlichen Vorgaben der New Yorker Börsen dürfte sich diese Tendenz auch am Frankfurter Aktienmarkt bestätigen.

dpa-afx FRANKFURT. Am Vortag hatte der deutsche Aktienindex Dax um 1,33% leichter bei 6.704,68 Zählern geschlossen, der MDax gewann hingegen 0,20 % auf 4.798,73 Zähler. Der Nemax 50 rutschte um 4,39 % auf 2.681,92 Zähler.

An der Wall Street sei die Börsensitzung weitestgehend ohne besondere Impulse verlaufen. Kurz vor der Schlussglocke gewann der Handel allerdings an Dynamik, sagten Händler. Die Zinssenkung der US-Notenbank Fed um 50 Basispunkte sei bereits eingepreist gewesen, weshalb davon keine neuen Impulse ausgegangen seien. Zusätzlich mehrten sich die Anzeichen für eine mögliche Rezession, nachdem die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet gestiegen sei.

Die wichtigsten Indizes waren mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der 30 Blue-Chips umfassende Indikator Dow Jones Industrial Average erzielte bis zur Schlussglocke einen Zuwachs von 0,88% auf 10.983,63 Punkte. Geringer fiel das Plus des breiter gestreuten S&P-500 aus, das den Index um 0,55% auf 1.373,50 Zähler nach oben zog. Den Sammelindex der Computerbörse Nasdaq schloss gut behauptet: Er gewann 0,36% auf 2.782,79 Punkte.

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat den Handel am Freitag dagegen etwas schwächer beendet. Der Nikkei-Index 225 führender Werte ging mit einem Abschlag von 0,6% auf einem Stand von 13.703,63 Punkten ins Wochenende.

Auf dem Frankfurter Parkett dürfte insbesondere Daimler-Chrysler im Blickpunkt stehen. Der Konzern hat entgegen bisherigen Äußerungen offensichtlich doch Angst vor einer feindlichen Übernahme. Dies hat die Deutsche Bank , mit 12,9 % größter Einzelaktionär des Autoherstellers, offiziell bestätigt, berichtete die "Financial Times Deutschland" in ihrer Freitagsausgabe.

"Ich kann bestätigen, dass die Deutsche Bank ein Mandat hat, Daimler-Chrysler bei seiner Verteidigungsstrategie zu beraten", sagte Deutsche Bank-Vorstandssprecher Rolf E. Breuer. Die Deutsche Bank erhalte dabei Unterstützung durch die US-Investmentbank J.P. Morgan Chase.

Die Deutsche Telekom hat nach wie vor Interesse an einer französischen UMTS-Lizenz. Der deutsche Konzern habe niemals definitiv Nein zu Frankreich gesagt, sagte Telekom-Vorstand Ron Sommer der französichen Tageszeitung "La Tribune" (Freitagsausgabe). Das Unternehmen habe nur unter den bisherigen Bedingungen eine Bewerbung um eine UMTS-Lizenz abgelehnt. Nach dem Ablauf der Bewerbungsfrist diese Woche verfolge die Telekom das Geschehen allerdings mit großer Aufmerksamkeit.

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