Gute Werststeigerungen
Experten rechnen mit 20 Euro für die Post-Aktie

Die "Aktie Gelb" der Deutschen Post dürfte nach Einschätzung von Analysten um die 20 Euro kosten. Der Börsengang ist für den kommenden Montag vorgesehen. Die Preisspanne während der Zeichnungsphase betrug 18 bis 23 Euro.

AP FRANKFURT. Die Post bezeichnete am Donnerstag einen Bericht als reine Spekulation, wonach bei dem Börsengang private Anleger in geringerem Maße zum Zug kommen könnten als geplant.

Nils Bartram vom Bankhaus Hauck & Aufhäuser in München sagte, bei einem Ausgabepreis von um die 20 Euro werde das Papier innerhalb eines Jahres gute Wertsteigerungschancen haben. Auch der HSBC-Chefanalyst Karsten Tripp rechnet mit einem ähnlichen Preis. Er könne sich nicht vorstellen, dass der Preis weit darunter liege, die Überzeichnung sei relativ deutlich, sagte Tripp dem ZDF-Morgenmagazin. Allerdings rechne er auch nicht mit einem deutlich höheren Ausgabepreis, denn bei größeren Anlegern sei die Bereitschaft oberhalb von 20 Euro nicht mehr furchtbar groß.

Die `Financial Times Deutschland" berichtete unterdessen, dass bei dem Börsengang private Anleger vermutlich nicht so zum Zug kommen werden, wie ursprünglich vorgesehen. Die im August ins Gespräch gebrachte Relation von 50 zu 50 Prozent werde zu Gunsten der institutionellen Anleger auf ein Verhältnis von 60 zu 40 Prozent verschoben, berichtete das Blatt unter Berufung auf Angaben aus dem zuständigen Bankenkonsortium.

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Grund sei unter anderem die unerwartet hohe Nachfrage aus dem Kreis der institutionellen Anleger. Nach Angaben aus Konsortialkreisen sei die Aktie derzeit 4,5fach überzeichnet. Ein Post-Sprecher sagte, die Details der würden erst am Wochenende festgelegt. Dabei werde der Wunsch des Bundes und der Post nach einem hohen Anteil von Privatanleger brücksichtigt werden. Die Zeichnungsfrist für private Anleger lief am Donnerstag aus, für institutionelle Investoren endet sie am Freitag.

Die Post will rund 278 Millionen Aktien oder 25 Prozent des Aktienkapitals an die Börse bringen. Einschließlich einer Mehrzuteilungsoption von bis zu 41,73 Millionen Aktien umfasst das gesamte Paket etwa 29 Prozent des Aktienkapitals. Frühzeichner, die bis zum 10. November zeichneten, erhielten einen Rabatt von 0,50 Euro.

Nach Einschätzung der Analysten handelt es sich bei der Post-Aktie um ein relativ sicheres Investment. Das Papier sei interessant genug, dass sich eine Zeichnung lohnen sollte, sagte Tripp. Nach Einschätzung Bartrams sind die Kurs-Risiken für die "Aktie Gelb" relativ gering. Die Post sei zum Erfolg verdammt, da sie noch weitere Tranchen an die Börse bringen wolle. Sollte der Kurs zu stark einbrechen, dürften die Konsortialbanken mit Stützungskäufen eingreifen.

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