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Gute Zeiten nach "Thanksgiving"?

Heute wird in Amerika nicht von Bullen und Bären gesprochen, sondern gefeiert und Geflügel verspeist. Es ist der "Thanksgiving Day", einer der großen Feiertage, an dem die Börsen geschlossen bleiben.

Und tags darauf wird auch nur verkürzt gehandelt, weil?s ja ins Wochenende geht. Während hierzulande einige Feiertage gestrichen worden sind, pflegen unsere transatlantischen Vorbilder ihre patriotischen Auszeiten. Die sind übers ganze Jahr verteilt - man denke zum Beispiel an den "Martin Luther King Day" im Januar, den "Presidents Day" im Februar, den "Memorial Day im Mai, den "Independence Day" im Juli und den "Labour Day" im September.

Das heutige Erntedankfest hat eine besonders lange Tradition, denn es wurde von englischen Einwanderern erstmals im Jahr 1621 gefeiert - übrigens: zusammen mit den lokalen Indianern! Nach wechselvoller Geschichte und mit dem kommerziellen Hintergrund, die vorweihnachtliche Einkaufssaison zu verlängern, beschloss der Kongress im Jahr 1941, Thanksgiving auf den vierten Donnerstag im November zu legen - dort ist der Feiertag geblieben.

Tradition hat auch das Truthahn-Essen, ist der "Turkey" doch eines der wenigen domestizierten Tiere der nordamerikanischen Indianer - der schmackhafte Vogel mit dem mageren, trockenen Fleisch kam erst nach den spanischen Eroberungen Mitte des 16. Jahrhunderts nach Europa. Der Name Turkey wird auf den Ruf "Turk-Turk" zurück geführt. Somit ist der Truthahn auch ein Symbol für die Übernahme einheimischer Sitten in das moderne Leben geworden.

Wir Europäer haben in den jüngeren Vergangenheit viele amerikanische Sitten übernommen - gute wie schlechte. Nach dem wichtigsten Familienfest rollt traditionell der Dollar, wird geshoppt und konsumiert. Auch folgt statistisch gesehen oft eine gute Börsenphase. Wenn?s in diesem Jahr wieder so käme - wir würden es gerne übernehmen!

Guten Appetit - bis morgen!

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