Gute Zinsen, wenig Steuern
Steueroptimierte Fondsdepots nutzen Freibeträge aus

Wenn der Fiskus nach dem Sparstrumpf greift, helfen steueroptimierte geldmarktnahe Fonds das liebe Geld zusammenzuhalten.

ddp/vwd BERLIN. Bei der Geldanlage sollte man nicht allein die zu erwartende Rendite im Blick haben. Denn der Gewinn kann schnell schmelzen, wenn der Fiskus seinen Anspruch geltend macht. Werden die Freibeträge überschritten, kassiert das Finanzamt je nach Höhe des zu versteuernden Einkommens bis zur Hälfte der Erträge.

Mit einem Freistellungsauftrag bei seiner Bank kann man sich von der Steuer innerhalb der gesetzlichen Freigrenzen befreien lassen. Diese Grenzen für Kapitalerträge sind jedoch nicht sehr hoch. Für Singles betragen sie 1 601 Euro pro Jahr, für Verheiratete das Doppelte. Gerade bei der Anlage von Vermögen für die Altersvorsorge oder von Erbschaften werden diese Beträge schnell überschritten, wenn das Geld in Zinspapieren oder auf Tagesgeldkonten geparkt wird.

Es gibt aber auch Anlagemöglichkeiten, die die Steuerschuld in Grenzen halten oder sogar ganz vermeiden. Sie bestehen aus Anlageteilen, die steuerpflichtig sind, und Teilen, die vom Fiskus verschont werden. Es kann sich also lohnen, gerade bei langfristigen Geldanlagen, das Depot unter steuerlichen Gesichtspunkten neu zu ordnen.

Steueroptimierte geldmarktnahe Fonds werfen zwar eine niedrigere Rendite vor Steuern ab als andere Produkte. Doch wegen ihrer geringen steuerpflichtigen Anteile sieht die Bilanz nach Steuern oft wesentlich besser aus. Halten die Anleger ihre Anteile mindestens ein Jahr und einen Tag, sind die Kursgewinne sogar völlig steuerfrei. Auch steueroptimierte Rentenfonds bieten diese Vorteile.

Genusscheinfonds für risikobereite Anleger


Risikobereitere Anleger können auf Genussscheinfonds mit geringer steuerlicher Belastung setzen. Gut gemanagte Fonds erreichen eine recht hohe Rendite und sparen Steuern, indem sie mehr steuerfreie Kursgewinne als steuerpflichtige Genussscheinausschüttungen erwirtschaften.

Ein gewisses Risiko, aber auch gute Renditeaussichten, bieten offene Immobilienfonds. Sie erzielen im Durchschnitt Renditen von fünf bis sechs Prozent. Ihre Erträge bestehen aus steuerpflichtigen und steuerfreien Teilen, so dass ein Teil der Ausschüttungen steuerfrei ist. Die meisten haben nur einen steuerpflichtigen Anteil von 30 bis 50 %. Steuerfrei für Privatanleger sind auch realisierte Gewinne, wenn die Fondsanteile zehn Jahre lang gehalten wurden.

Die steuergünstigste, aber bei weitem unsicherste Anlage sind Aktienfonds. Zwar sind Kursgewinne nach einem Jahr steuerfrei, doch in der gegenwärtigen Lage an der Börse dürften hohe Renditen schwer zu erzielen sein. Wer seine Fondsanteile vorher verkauft, muss an den Fiskus zahlen. Seit diesem Jahr sind Dividenden nur noch zur Hälfte steuerpflichtig, wenn sie aus einem in Deutschland aufgelegten Fonds fließen.

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