Guter Start für Skijägerinnen - Männer erfüllen Erwartungen nicht
Knapp vorbei ist auch daneben

Die deutschen Biathleten sind beim Weltcup-Auftakt in Östersund knapp an den Podestplätzen vorbei gestürmt. Katja Beer (Altenberg) als Vierte, Olympiasiegerin Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) auf dem fünften Platz und der Oberhofer Sven Fischer als Sechster in einem schwachen deutschen Männer-Team waren die Bestplatzierten in den Sprint-Rennen.

HB/dpa ÖSTERSUND. Die fehlerfrei schießende 24- jährige Russin Olga Saizewa feierte am Donnerstag über 7,5 km den ersten Weltcup-Sieg ihrer Laufbahn. Bei den Männern war der norwegische Ex-Weltmeister Frode Andresen unter Flutlicht auf der 10 km langen Strecke trotz einer Strafrunde nicht zu schlagen.

Andresen verwies den französischen Weltcup-Verteidiger Raphael Poiree mit fast 40 Sekunden Rückstand auf den zweiten Platz. Dritter wurde der Weißrusse Oleg Ryschenkow. Saizewa behauptete sich vor den ebenfalls ohne Strafrunde über die Runden gekommenen Sylvie Becaert (Frankreich) und Olympiasiegerin Olga Pylewa (Russland). Katja Beer verfehlte mit einem Schießfehler das "Treppchen" um 13,8 Sekunden. Auch Kati Wilhelm sowie Martina Glagow (Mittenwald) auf Rang sieben erfüllten auf Anhieb die WM-Norm. Alle sieben deutsche Damen kassierten Weltcuppunkte.

Dagegen blieben die Herren bis auf Fischer, der fehlerfrei schoss, beim schlechtesten Saisonauftakt seit Jahren vor allem läuferisch hinter den Erwartungen zurück. Routinier Frank Luck (Oberhof) landete als Zweitbester des Teams an seinem 35. Geburtstag nur auf dem 25. Platz unmittelbar vor Carsten Pump (Altenberg). Nur das Trio sammelte Weltcuppunkte. Insgesamt fehlte den DSV-Skijägern nach dem harten Training der vergangenen Wochen die Spitzigkeit. "Das harte Training der letzten Wochen steckt allen wohl noch in den Knochen", sagate Bundestrainer Frank Ullrich und versprach: "Mit den Wettkämpfen wird das besser und die Saison mit der WM erst im März ist lang."

Mit ihrer Vorstellung in der Loipe waren dagegen die deutschen Damen durchweg sehr zufrieden. Von "total geil" (Kati Wilhelm) bis "voll cool" (Martina Glagow) schwärmten sie. Lediglich Katja Beer stapelte tief. "Ich war regelrecht erschrocken, als ich bei der ersten Zwischenzeit nur drei Sekunden hinter Uschi (Disl) lag. Gefühlt habe ich mich nicht so gut. Da ich Anfang November zwei Wochen krank war, habe ich nicht viel erwartet. Ich bin einfach ganz locker losgelaufen", beschrieb sie ihre Eindrücke. Als einen Grund für den besten Saisoneinstand ihrer Laufbahn nannte sie Trainer Frank Püschel: "Er hat mich in den Hintern getreten und mir auferlegt, dass ich endlich zeigen soll, was ich drauf habe."

Nicht ganz so zufrieden war Kati Wilhelm. "Das wäre ich mit dem fünften Platz gewesen, wenn ich statt der drei maximal eine Runde hätte laufen müssen", erklärte die Doppel-Olympiasiegerin. Vor allem der Fehler beim letzten Schuss ärgerte sie. "Man darf eben erst an die Strecke denken, wenn auch die letzte Scheibe gefallen ist", erinnerte sie eine alte Biathlon-Binsenwahrheit. "Ich hoffe, beim nächsten Mal klappt es besser. Am Sonntag in der Verfolgung kann ich aus der Position heraus bestens angreifen."

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