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GZ Bank stuft Bayer von "Outperformer" auf "Marketperformer" herunter

dpa-afx FRANKFURT. Die GZ Bank hat die Aktie der Bayer AG von "Outperformer" auf "Marketperformer" runter gestuft. Nach BASF reihe sich nun auch der Bayer-Konzern in den Reigen der von der konjunkturellen Schwäche massiv betroffenen Werte ein, erläutert Analyst Carsten Riester in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Erst vor kurzem habe er den Chemie-Sektor von "neutral" auf "unattraktiv" gestuft.

Der Analyst traut der Bayer-Aktie zwar langfristig gesehen eine überdurchschnittliche Kursperspektive innerhalb des Chemie-Sektors weiter zu. Allerdings dürfte sich der Wert zunächst allenfalls im Gleichschritt mit dem Gesamtmarkt entwickeln. Anleger sollten daher Investitionen zurückstellen, solange eine nachhaltige Bodenbildung und eine damit einhergehenden Stabilisierung der konjunkturellen Rahmendaten nicht erkennbar ist, rät der Experte. Ein rasches Ende der globalen Konjunkturschwäche ist nach Ansicht der GZ-Bank nicht abzusehen. Vielmehr befürchten die Experten, dass die bisher am Markt bekannt gewordenen Gewinnwarnungen erst die Spitze des Eisbergs sind.

Die am heutigen Mittwoch bekannt gegebenen Bayer-Zahlen zeigten, dass die globale Konjunkturverlangsamung besonders den zyklisch ausgerichteten Sektoren zu schaffen mache. Besonders belastend wirken sich bei Bayer allerdings die massiven Probleme beim Blutgerinnungspräparat Kogenate aus.

"Nachdem bereits vor einiger Zeit die Produktion im kalifornischen Berkeley auf Grund nachgewiesener bakterieller Unreinheiten vorübergehend durch die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA eingestellt wurde, war zwar bereits absehbar, dass sich aus dieser Entwicklung für das Gesamtjahr eine höhere Ergebnisbelastung ergeben wird", erläutert Riester. Dennoch scheinen die Auswirkungen nach Ansicht der Analysten doch größer als zunächst angenommen. Durch die Gewinnwarnung hätten die meisten Anleger ihr Vertrauen in den Konzern erst einmal verloren.

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