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Haas denkt wieder an Top-Ten

Thomas Haas ist auf dem Weg zurück in die Weltelite ein gutes Stück voran gekommen. Mit dem Erreichen der zweiten Woche bei den US Open hat der 26-Jährige eine weitere Etappe bewältigt und es im dritten Grand-Slam- Tennisturnier nach 15-monatiger Leidenszeit schon wieder unter die besten 16 geschafft.

dpa NEW YORK. Thomas Haas ist auf dem Weg zurück in die Weltelite ein gutes Stück voran gekommen. Mit dem Erreichen der zweiten Woche bei den US Open hat der 26-Jährige eine weitere Etappe bewältigt und es im dritten Grand-Slam- Tennisturnier nach 15-monatiger Leidenszeit schon wieder unter die besten 16 geschafft.

Der einstige Weltranglisten-Zweite denkt nur selten an das, was vor den beiden Operationen an der lädierten rechten Schulter war. "Es war schön, unter den Top Ten zu sein. Ich möchte in meiner zweiten Karriere wieder dorthin zurück", sagte Haas in New York.

In der früheren Weltrangliste, die die Ergebnisse der zurückliegenden zwölf Monate berücksichtigt, wird der Wahl-Amerikaner derzeit noch auf Rang 45 geführt. Im laufenden Champions Race nimmt er schon Position 30 ein - beides wird sich nach den US Open verbessern. In welchem Maß, hat Haas selbst in der Hand. Mit einem Sieg über das in Kürze 19 Jahre alte Talent Tomas Berdych könnte der gebürtige Hamburger erstmals in Flushing Meadows das Viertelfinale erreichen und sich damit wohl ein Spiel gegen Mitfavorit Lleyton Hewitt aus Australien verdienen.

Berdych sorgte auf dem Weg ins Olympia-Viertelfinale zwar für Aufsehen, als er den Schweizer Roger Federer ausschaltete. Doch Haas hat sich in New York gesteigert und bot zuletzt zwei starke Vorstellungen. "Tommy spielt sehr aggressiv. Es ist gut, dass er wieder da ist", lobte auch Altmeister John Mcenroe.

"Ich schaue nur von Runde zu Runde. Aber wenn ich meine Leistung bringe, werde ich schwer zu schlagen sein", betonte Haas. Er hat ebenso wie Nicolas Kiefer mit zunehmenden Erfolgen immer mehr vom früheren Selbstvertrauen zurückgewonnen, das ihn immerhin zwei Mal bis ins Halbfinale der Australian Open trug. "Es ist ganz gut, dass wir beide seit Los Angeles ganz solides Tennis spielen", fand Haas.

Bei dem Hartplatz-Turnier Mitte Juli hatte er Kiefer bezwungen. Auf dem Weg zum zweiten Turniersieg seit der Rückkehr auf die ATP - Tour vor sieben Monaten in San Jose hatte Haas sogar Andre Agassi ausgeschaltet. Kiefer, der bei den US Open sein Achtelfinale gegen den Briten Tim Henman bestreitet, erreichte in diesem Jahr in den USA immerhin schon vier Endspiele. Falls beide gesund bleiben, spricht alles für ihren Einzel-Einsatz beim Daviscup- Aufstiegspiel in der Slowakei in drei Wochen. Rainer Schüttler kommt derzeit nur für das Doppel in Frage.

Abgesehen von seiner sowieso glänzenden Daviscup-Bilanz spricht für Haas die immer größer werdende Angriffslust auf dem Platz und das zurückgekehrte Gefühl für den richtigen Ball im richtigen Moment. "Im Februar und März habe ich noch mein Spiel gesucht, im Sommer habe ich noch die Big Points verloren. In der Vergangenheit bin ich nach guten Grundschlägen nicht hinterher gegangen", resümiert der in den USA beliebte Haas, dem auch die Experten in New York viel zutrauen.

Lohn für das Comeback war ein neuer Ausrüstervertrag, nachdem der bisherige Sponsor gekündigt und Haas seine T-Shirts zwischenzeitlich mit dem Kosenamen "Hasi" verziert hatte. Allerdings sagt die Kollektion seines jetzigen, japanischen Ausstatters Haas vom Geschmack nicht sonderlich zu. Viel schlimmer an den Tennis-Hemden sei indes noch etwas Anderes gewesen, erzählte er: "Die Sachen waren viel zu groß. Die Hemden waren wohl für Sumo-Ringer gedacht."

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