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Haas im Achtelfinale von Paris

Thomas Haas hat Rainer Schüttler als bester deutscher Tennis-Profi abgelöst. Der Hamburger erreichte beim Masters-Turnier in Paris-Bercy mit einem 6:1, 7:6 (7:1)-Sieg über den Belgier Xavier Malisse das Achtelfinale.

dpa PARIS. Thomas Haas hat Rainer Schüttler als bester deutscher Tennis-Profi abgelöst. Der Hamburger erreichte beim Masters-Turnier in Paris-Bercy mit einem 6:1, 7:6 (7:1)-Sieg über den Belgier Xavier Malisse das Achtelfinale.

Schüttler beendete dagegen mit seiner 19. Auftaktniederlage eine total verkorkste Saison. Der Korbacher verlor sein Erstrundenspiel bei dem mit 2,425 Mill. Euro dotierten Hallenturnier mit 6:7 (3:7), 4:6 gegen "Angstgegner" Feliciano Lopez aus Spanien und packte frustriert seine Koffer.

"Ich bin müde, ich bin auch nicht mehr motiviert. Es war ein schlechtes Jahr - gut, dass es endlich zu Ende ist", sagte der 28- Jährige fast ein wenig erleichtert. "Das war mein letztes Turnier in diesem Jahr, jetzt mache ich drei Wochen Urlaub und nehme keinen Schläger in die Hand."

Im vergangenen Jahr, das er als Nummer sechs der Welt abschloss, hatte er sich noch für den Masters Cup qualifiziert und in Houston im WM-Halbfinale gestanden. Jetzt ist ein wenig Ski laufen angesagt, etwas in der Sonne liegen, die Familie besuchen. "Ich fange am 25. November wieder an zu trainieren", meinte Schüttler, der sich beim letzten Auftritt in diesem Jahr noch eine negative Matchbilanz einhandelte: 29 Siegen im Einzel stehen 30 Niederlagen gegenüber.

Nach 1:14 Stunden war Schüttlers fünfte Niederlage im sechsten Duell mit Lopez besiegelt; nur beim World Team Cup in diesem Jahr hatte er den Spanier bezwungen. "Er schlägt sehr gut auf, er nutzt alle seine Chancen", lobte der Hesse seinen spanischen Rivalen. Und: "Es ist immer schwer, gegen einen Linkshänder zu spielen."

Haas, der nach zahlreichen Absagen in der ersten Runde von einem Freilos profitiert hatte, benötigte nur 76 Minuten für seinen sechsten Sieg im achten Vergleich mit Malisse. Beide kennen sich in- und auswendig, denn sie haben Jahre lang gemeinsam bei Nick Bollettieri in Florida trainiert. Im ersten Satz spielte Haas erstklassiges Tennis. "Dann hat Malisse besser aufgeschlagen, mir ist kein Break mehr gelungen", sagte die Nummer 16 der Tennis-Welt, der seinen Gegner im Tiebrak jedoch wieder klar beherrschte.

Im Achtelfinale kommt auf ihn möglicherweise ein unangenehmer Gegner zu. Guillermo Canas trifft in der zweiten Runde auf den französischen Wildcard-Spieler Jo-Wilfried Tsonga. "Ich rechne mit Canas", meinte Haas, der gegen den im Champions Race unmittelbar vor ihm platzierten Argentinier eine negative Matchbilanz (1:3) hat. Vor zwei Wochen setzte es im Halbfinale von Wien ebenso eine Niederlage wie in der ersten Runde des Turniers in Miami. "Es wird ein schwieriges Match, aber ich kann es gewinnen", meinte Haas. "Ich habe in den letzten drei Wochen viel gespielt, deshalb bin ich in sehr guter Verfassung."

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