Archiv
Haas im Viertelfinale ausgeschieden

Tennisprofi Thomas Haas war im Viertelfinale von Monte Carlo gegen Juan Carlos Ferrero ohne Chance und sah seine bösen Ahnungen bestätigt.

dpa MONTE CARLO. "Es wird ein schweres Match, denn er ist neben Gustavo Kuerten der beste Spieler auf Sand", hatte der in Florida lebende Hamburger schon vor der zweiten Niederlage im zweiten Vergleich gegen den Spanier geunkt. In nur 71 Minuten war der Spuk für Haas am Freitag beendet und das Spiel mit 3:6, 1:6 verloren. Der letzte deutsche Tennisprofi musste sich aus dem mit 2,95 Mill. Dollar dotierten Masters-Series-Turnier verabschieden. Nicolas Kiefer (Holzminden) und Rainer Schüttler (Bad Homburg) waren bereits in Runde eins gescheitert. Der Spanier Carlos Moya zog mit einem 6:1, 2:6, 7:6 (7:4) über Marat Safin aus Russland in das Halbfinale ein.

Das Trauerspiel für Haas nahm schon früh Formen an. Mit 0:2 blieb Haas quasi in den Startlöchern hängen, kämpfte sich aber noch einmal zurück ins Match. Doch nach dem 2:2-Ausgleich konnte der 24-Jährige nur noch ein Mal seinen Aufschlag durchbringen. Eine desaströse Quote, die jede Hoffnung darauf, sich für die Niederlage 1999 in Kitzbühel revanchieren zu können, zunichte machte.

"Ferrero war einfach zu gut", meinte Haas und zuckte mit den Schultern. An der monatelang schmerzenden rechten Schulter lag es freilich nicht. "Die ist okay", meinte er und ergänzte: "Hoffentlich hält sie auch in den kommenden Wochen." Schon auf dem Weg ins Fürstentum am Mittelmeer hatte er Station bei seinem Leibarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt gemacht. Und vor dem Turnier in München in zwei Wochen wird er den Bayern-Arzt abermals konsultieren.

Nach dem schwachen Auftreten verabschiedete sich Haas mit der Ankündigung in Richtung Houston, unbedingt wieder im Daviscup spielen zu wollen. In Texas wird er in der kommenden Woche aufschlagen, bevor er nach München kommt. Danach stehen die Stationen Hamburg und Düsseldorf (World Team Cup) auf seinem Programm. "Wenn ich merke, dass es zu viel wird für die Schulter, werde ich pausieren."

Die Pause im Daviscup soll dagegen zu Ende sein. "Ich hoffe, dass ich spielen kann", meinte er. Noch habe sich der Deutsche Tennis Bund (DTB) aber nicht bei ihm gemeldet. Das aber scheint für Haas eine Grundvoraussetzung zu sein, auch wenn er es nicht direkt sagen mag. Stattdessen konnte er sich einen Seitenhieb auf den Präsidenten des DTB nicht verkneifen: "Man weiß ja nie, was Herrn von Waldenfels noch so alles einfällt."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%