"Habe 18 Spieler fest im Kopf"
Völlers WM-Gerüst steht

Schon vor Beginn der heißen Vorbereitungsphase steht das Gerüst der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft vom 31. Mai bis 30. Juni in Japan und Südkorea. Knapp zwei Wochen vor dem Testspiel gegen die USA in Rostock hat sich Teamchef Rudi Völler auf den Großteil seiner WM-Fahrer bereits festgelegt. "Ich habe 18 Spieler fest im Kopf, die auf jeden Fall dabei sein werden, wenn sie gesund sind", erklärte Völler am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Fulda.

dpa FULDA. Um die restlichen fünf Plätze würden etwa zehn Spieler kämpfen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) muss sein 23-köpfiges WM-Aufgebot bis zum 21. Mai benennen. Das erste Vorrundenspiel bestreitet der dreimalige Weltmeister am 1. Juni in Sapporo gegen Saudi-Arabien.

Trotz seiner Sprunggelenks-Operation steht Marko Rehmer von Hertha BSC auf Völlers Liste. "Ich habe ihn vor kurzem im Krankenhaus besucht. Es wird knapp, aber es wird für ihn reichen", gab sich der Teamchef zuversichtlich. Auch Sebastian Deisler hat er nicht abgeschrieben, obwohl der Berliner Mittelfeldregisseur seit Mitte Oktober kein Spiel mehr bestritten hat. "Wenn du solange nicht dabei bist, wirst du gerade als junger Spieler natürlich ungeduldig. Er hat eine schwierige Phase durchgemacht", sagte Völler. Die Namen seiner Top 18 nannte er nicht.

Dazu ist es auch noch zu früh, denn auf Grund der Mehrfachbelastung der Spieler von Bayer Leverkusen, Bayern München, Borussia Dortmund und Schalke 04, die allesamt noch um nationale und internationale Titel spielen, rechnet der Teamchef im Vorfeld der WM mit einigen Ausfällen. "Es wird Verletzte geben, das ist völlig normal. Ich hoffe nur, es sind nicht so viele", meinte Völler. Aus seiner Sicht reiche die Zeit nach Saisonschluss aber aus, um kleinere Blessuren zu kurieren und sich gezielt auf die WM vorzubereiten. Bei den Titelkämpfen sieht er sein Team nicht als Favorit. "Diese Rolle füllen Frankreich, Brasilien und Argentinien aus. Wir wollen bis 2006 wieder dahin kommen", meinte der Teamchef.

Dem nächsten Test am 27. März gegen die USA sieht Völler optimistisch entgegen. "Wir werden wieder einige Dinge ausprobieren, wie wir das schon beim 7:1 gegen Israel getan haben. Wir wollen attraktiven Fußball spielen und gewinnen", kündigte der Weltmeister von 1990 an. "Sieben Tore wird es aber nicht wieder geben." Verzichten muss Völler gegen die Amerikaner auf den am Sprunggelenk verletzten Carsten Jancker vom FC Bayern München. "Er fällt wohl aus", glaubt er nicht an eine rechtzeitige Genesung des Stürmers, der seit Wochen nur die Bank beim deutschen Rekordmeister drückt. "Wenn du einen Vertrag bei den Bayern unterschreibst, ist die Gefahr groß, dass du nicht spielst", so Völler.

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